68. Wäschermädel mit Trockenwäsche. Aus:Wiener Lieder und Tänze Hg. von EduardKremser, Wien 1913
69." Wäsche auf der Leine", drei Photos vonTrockenplätzen von E. Hanak
70. Hängstatt in Wien- Gumpendorf um 1790.Federzeichnung von G. Papp
F. DAS GLATTEN DER WÄSCHE
Zum Glätten der Wäsche verwendete man imAltertum bereits Wäschepressen aus Holz inder Art von Weinpressen. Seit dem Mittelal-ter waren die sogenannten Mangelbretter be-kannt, die bis Ende des 19. Jahrhunderts Ver-wendung fanden. Es handelt sich dabei umzwei Stücke: ein mehrere Zentimeter starkesBrett aus hartem Holz( Buche, Eiche, Birke,Zwetschke) mit einem Stiel, der als Handhabedient und eine Walze ähnlich einem Nudel-walker. Diese wird mit dem Wäschestück um-wickelt und mittels des Rollbrettes, das mitbeiden Händen stark daraufgedrückt wird, hin-und hergerollt. Diesem Arbeitsgerät steht,ähnlich wie beim Wäschepracker, wieder seineBedeutung als Minnegabe gegenüber. Die Man-gelbretter wurden vielfach verziert undsind seit langem begehrte Sammelobjekte fürFreunde der Volkskunst. So sind wir in derglücklichen Lage, in den volkskundlichen Samm-lungen viele Belegstücke aus dem österreichi-schen Raum und weit darüber hinaus zu besitzen.
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