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Waschtag : altes Gerät, tradionelle Arbeitsweisen und Brauch beim Wäschewaschen ; Sonderausstellung ; Katalog
Entstehung
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43. Waschrumpel. Holzrahmen mit Rumpelfläche

aus Porzellan.

1= 45 cm, b= 32 cm

Leihgabe Grünn

44. Waschrumpel aus weißem Marmor. Stein-metzarbeit aus dem Waldviertel, um 1950.1= 43 cm, b= 36 cmLeihgabe Hofbauer

D. WASCHMASCHINEN

Anfang des 20. Jahrhunderts begann man durchHilfsgeräte den Waschvorgang zu erleichtern.In den zwanziger Jahren tauchte ein Gerät mitder Bezeichnung" Wasche mit Luft" oder" Wasch-bär auf. Dabei handelte es sich um ein Ge-rät mit einem langen Stiel mit einer Glockeaus dünnem gewellten Kupferblech oder Gummidaran. Die Blechglocke war oft mit Löchernversehen, oder es waren zwei mittels einerFeder

ineinanderschiebbare Glocken vorhanden.Durch das Stoßen mit dieser Waschglocke aufdie im Kessel oder Schaff befindliche Wäschewurde durch den Druck der zusammengepreẞtenLuft das Ablösen des Schmutzes oder das Aus-pressen der restlichen Lauge erreicht. SolcheWaschglocken wurden häufig bei Verkaufsver-anstaltungen in Gasthäusern feilgeboten. Dieersten richtigen Waschmaschinen waren ausHolz und mußten mit der Hand bedient werden.Die Wäsche mußte nach wie vor eingeweichtund im Kessel gekocht werden, aber das Fertig-waschen übernahm an Stelle von Bleuel undRumpel die Maschine. Die einfachste Art be-stand aus einem hölzernen Faß oder Bottich

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