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Problematisieren und Sorgetragen : kulturanalytische Konzepte von Öffentlichkeit und Arbeitsweisen des Öffentlichmachens
Entstehung
Seite
109
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Claudia Peschel- Wacha, Katharina Richter- Kovarik

Werte konstruieren-Werte hinterfragen

Kulturvermittlung amVolkskundemuseum Wien

im Wandel

Einer der Meilensteine in der Geschichte der Wissensvermittlungam Volkskundemuseum Wien war die Anstellung der Autor* innendieses Artikels 2004, was erst die Gründung einer Abteilung für Kul-turvermittlung ermöglicht hat. Die Geschichte des Vermittelns vonInhalten an die Öffentlichkeit beginnt weit vorher, nämlich bereitsmit der Gründung des Vereins für Volkskunde und seines Museums.Im Folgenden wollen wir Einblicke geben in diese rund 100 Jahre.Der Schwerpunkt dieses Beitrags liegt dabei auf dem ThemenfeldMuseum und Schule. Als Quelle dienten die Chroniken, die Jahres-berichte und Mitteilungen des Museumsvereins und des Hauses inder Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde, die Mitteilungs-blätter der Museen Österreichs, das Archiv des VolkskundemuseumWien und im Besonderen das Archiv der Kulturvermittlung sowieFachliteratur.

Lehrkräfte und Volksbildung

Die Gründung des Vereins für Volkskunde und die Festlegung seinerZiele am 20. Dezember 1894 durch drei wissenschaftliche Beamteder Anthropologisch- Ethnographischen Abteilung des k. k. naturhis-torischen Hofmuseums Michael Haberlandt, Wilhelm Hein undMoriz Hörnes- gehen auf Unternehmungen von Akademikern ausdem urbanen Milieu zurück, materielles Erbe vor allem aus dem cis-leithanischen Teil der österreichisch- ungarischen Monarchie durchein intensives Sammeln vor dem Verschwinden, Vergessen und der