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Problematisieren und Sorgetragen : kulturanalytische Konzepte von Öffentlichkeit und Arbeitsweisen des Öffentlichmachens
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Martina Röthl

Gleitende Übergänge,

unfertige Antworten, alternativeHegemonien: ¹ Strategien undPraktiken des Öffentlichmachensals Forschungsgegenstand

Hinführung und Forschungskontext

Positionen moderner Frauenbewegungen und feministische Theo-rie/ Theorien befeuerten bzw. befeuern Diskurse um Öffentlichkei-ten permanent. Wesentliche Eckpunkte lassen sich nicht leicht fassenbzw. nur grob andeuten: Das Private ist politisch' als Parole der zwei-ten Frauenbewegung und das Aufbrechen der Dichotomie privat ver-sus öffentlich; Öffentlichkeit und Privatheit als relationale Konzepte;die Frage nach räumlichen Dimensionen sowie Neubestimmungendessen, was, Privatheit bedeutet und wo, Öffentlichkeit zu suchenist; die Pluralisierung von Öffentlichkeit.² Denkt man hier postko-

1 Titel in Anlehnung an Andrea Hauser: Frauenalltag und Politik nach1945. Handlungsmuster und Selbstbilder politisch aktiver Frauen inStuttgart. In: Frauen in der Volkskunde, erst. V. d. Vorbereitungsgruppeder 1. Tagung der Kommission Frauenforschung" in der DeutschenGesellschaft für Volkskunde, Tübingen 1984( unveröffentlicht), S. 45-49;Karen Hagemann, Insa Tjarks, Erika Wulf: Auf der Suche nach unsererGeschichte. Bericht über Zielsetzung Arbeitsweise und Erfahrung desArbeitskreises, Frauen im Museum der Arbeit e. V. In: ebd., S. 56-59;Nora Sternfeld: Das Volk, das im Museum fehlt. In:# 57,( Frühling)2021, Kultureller Populismus, https://igbildendekunst.at/das-volk-das-im- museum- fehlt/( 15.4.2021).

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Einen guten Überblick bietet hier z. B. Susanne Lettow, Ulrike Manz,Katja Sarkowsky( Hg.): Öffentlichkeiten und Geschlechterverhältnisse.Erfahrungen, Politiken, Subjekte, Königstein i. T. 2005; aktueller: