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Problematisieren und Sorgetragen : kulturanalytische Konzepte von Öffentlichkeit und Arbeitsweisen des Öffentlichmachens
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Anna Weichselbraun, Alexa Färber,Christian Elster, Matthias Beitl

Problematisieren und Sorge tragen:Kulturanalytische Konzepte vonÖffentlichkeit und Arbeitsweisendes Öffentlichmachens

Kulturwissenschaftler: innen gestalten Gesellschaft. Aber wie greifensie in Debatten und Praxisfelder ein? Welche Verantwortung kommtihnen zu, für öffentliche Anliegen Sorge zu tragen? Mit diesen Fra-gen, die sich in Zeiten politischer und ökologischer Krisen besondersdrängend stellen, hat sich die Tagung Problematisieren und Sorge tra-gen: Kulturanalytische Konzepte von Öffentlichkeit und Arbeitsweisen desÖffentlichmachens beschäftigt.'

Was bedeutet Öffentlichkeit in den verschiedenen Alltags-kontexten und welche praktischen Konsequenzen für Arbeitsweisendes Öffentlichmachens sind damit verknüpft? Öffentlichkeit- alssoziale und ökonomische Konfiguration, als materialisierter Ort undideeller Raum der Auseinandersetzung- ist eines der umkämpftenKonzepte moderner Gesellschaften. Insbesondere in Zeiten multip-ler Krisen wird Öffentlichkeit zum Anliegen, das problematisiert, inFrage gestellt oder verteidigt wird. Gesellschaftliche Polarisierung,ob sozial, ökonomisch, kulturell oder politisch, ist Auslöser und Aus-druck dieser Destabilisierung von Öffentlichkeiten und Praktiken desÖffentlichmachens. In diesem Sinne wird für Öffentlichkeiten auch( mit vielfältigen Motivationen und Ansprüchen) Sorge getragen, sei

1 Die inhaltliche Ausrichtung der Tagung knüpfte direkt an das vonLaila Huber und Michael Greger früher entworfene Thema Übergängezwischen forschen, reflektieren, vermitteln an. An der Entwicklung desCall for Papers und der Tagungskonzeption wirkten zudem CorneliaDlabaja, Manuel Liebig und Klara Löffler mit, denen wir an dieserStelle danken wollen.