Magdalena Puchberger, Katrin Prankl, Nina Szogs
SojaKomplex
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- Soja und Öffentlichkeit
im Volkskundemuseum Wien
Die Fachverbandstagung gab uns die Möglichkeit, einmal mehrüber Öffentlichkeiten und Verantwortlichkeiten, über institutio-nelle Offenheit und gesellschaftliche Verantwortungen nachzuden-ken. Als Mitarbeiterinnen des Volkskundemuseum Wien sehenwir uns hier in doppelter Hinsicht( heraus-) gefordert: zum einenals Vertreterinnen jener Wissenschaft/ Disziplin, die sich durchihre„ lebensnahen Forschungsthemen“ wie auch ihr Interesse anÖffentlichkeiten auszeichnet. Und zum anderen als Akteur: innen,die ausgehend vom Museum, in diesen Institutionen nicht nur diePotenziale einer spezifischen Öffentlichkeit zu Dialog, Austauschund Teilhabe erkennen, sondern sich in der gesellschaftlichen Ver-antwortung sehen. Dieser Beitrag greift unterschiedliche Zugängeund Überlegungen auf, die seit Winter 2017 im Rahmen einesProjektes zum Thema Soja am Volkskundemuseum Wien gereiftsind.² Das Projekt und seine Formate waren durch diverse außer-gewöhnliche Faktoren geprägt: äußere Umstände wie zunächst einegewisse Ressourcenknappheit oder auch die Einschränkungen bzw.Maßnahmen infolge der Covid- Pandemie haben einen forderndenRahmen gesetzt. Aber auch museumsintern haben uns Vorgaben wieetwa das„ Zwischenjahr“ des Volkskundemuseums 2020³ sowie die
1 Folder zur Tagung Problematisieren und Sorgetragen: KulturanalytischeKonzepte von Öffentlichkeit und Arbeitsweisen des Öffentlichmachens,https://www.volkskundemuseum.at/jart/prj3/volkskunde/data/folder_tagung_web.pdf( Zugriff: 8.2.2022).
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Projekt SOJA. Wissen- Gesellschaft- Stadt, https: //www.volkskunde-museum.at/soja( Zugriff: 8.2.2022).
Das Volkskundemuseum Wien hatte für 2020 beschlossen, in ein insti-tutionelles Zwischenjahr zu gehen. In diesem wollten wir uns von dengehetzten Museums- und Institutionslogiken distanzieren, in den denen