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Problematisieren und Sorgetragen : kulturanalytische Konzepte von Öffentlichkeit und Arbeitsweisen des Öffentlichmachens
Entstehung
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Sorgetragen für ein schwieriges Erbe

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Darüber hinaus wird in diesem Bereich auf großen Textta-feln auf die einzelnen Schritte und den( nicht mehr) aktuellen Standder Provenienzforschung eingegangen. Neben der wissenschaftlichenAuseinandersetzung mit den Themen wird durch Miriam BajtalasArbeit Ohne Namen auch künstlerisch interveniert: Eine verspiegelteGlaswand und Toninstallation rund um die Ehrentafel am Eingangdes Festsaals soll darauf aufmerksam machen, dass auf der ursprüng-lich angebrachten Tafel der jüdische Industrielle Bernhard Wetzlersowie das jüdische Bankhaus Rothschild genannt wurden, weshalbsie 1942 ersetzt wurde.

Neben dem Bereich im Treppenhaus widmet sich die 2015eröffnete Dauerausstellung Inventarnummer 1938 den untersuchtenThemenbereichen. In der Ausstellung werden neben bereits resti-tuierten Objekten, die sich wieder bzw. noch immer im Museumbefinden, und Objekten, deren Provenienz noch ungeklärt ist, auchleere Schachteln präsentiert, die auf jene Objekte verweisen, die nichtmehr im Museum sind. Die Ausstellung, die sich im Bereich der gro-Ben Schausammlung Alltag Eine Gebrauchsanweisung befindet, istals Prozess angelegt, soll sie doch durch Restitutionen schrittweisegeleert werden und sich so von einer Präsentation der Objekte zueiner Dokumentation der Rückgabe transformieren. Zu jedemObjekt bzw. zu jeder Objektgruppe sind in der Ausstellung zweiTexttafeln angebracht: Auf der ersten Tafel finden sich kurze Hin-weise zu den direkten Vorbesitzer_innen, zum Datum der Über-nahme, zur Art der Widmung( Schenkung, Leihgabe oder Ankauf)sowie kurze Objektbeschreibungen. Die zweite Tafel widmet sichausführlich der Provenienz der Objekte, den Biografien der ursprüng-lichen Besitzer_innen und dem teilweise leider nicht mehr aktuel-len- Stand der Provenienzforschung. Neben den Objekten werdenin der Ausstellung auch Reproduktionen von Fotos und Dokumen-ten gezeigt, die mit den Objektbiografien in Zusammenhang stehen.Erwähnenswert ist auch der Bildschirm, auf dem die Objekte gezeigtwerden, die sich in anderen Ausstellungen im Haus befinden auchjene, die vor Ort nicht gekennzeichnet sind. Dadurch ergibt sich für

6 Christian Klösch: Von ,, Russenbriefen und Durchlauferhitzer. Pro-venienzforschung im Technischen Museum Wien mit ÖsterreichischerMediathek. In: Neues Museum 3-4, 2013, S. 26-32, hier S. 32.