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Problematisieren und Sorgetragen : kulturanalytische Konzepte von Öffentlichkeit und Arbeitsweisen des Öffentlichmachens
Entstehung
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Magdalena Puchberger, Katrin Prankl, Nina Szogs

Konzeptionen zu Umbau und Neuausrichtung des Hauses ab 2024angeregt und beeinflusst.

Das Soja- Projekt war als klein dimensioniertes Experimen-tierfeld angelegt, in welchem wir Wege, Aufgaben und Zielsetzun-gen eines gegenwartsbezogenen Kultur- und Gesellschaftsmuseumsausgelotet und ausprobiert haben. Seit dem eher zufälligen Zusam-mentreffen von Soja und Volkskundemuseum war eine der Grund-überlegungen, dass sich mit einem so vielfältig gesellschaftlich,wissenschaftlich oder wirtschaftlich verhandelten Thema auch viel-fältige Museums- und fachrelevante Dimensionen eröffnen. Im Mit-telpunkt standen Veranstaltungen, Plattformen und Formate, die sichAustausch und gemeinsames Weiterdenken zum Ziel gesetzt hatten.

Im Folgenden denken wir in zwei Abschnitten ausgehendvon SOJA. Wissen- Gesellschaft- Stadt über spezifische Museums-öffentlichkeiten und gesellschaftliche Verantwortlichkeiten nach.

Zunächst sollen Genese und Grundintentionen des Projek-tes vorgestellt werden. Anhand dieser machen wir uns Gedanken,wie Themen, Dinge oder Zugänge im Museum oder über Museengegenwarts- und gesellschaftsbedeutsam werden können. Hier gehtes darum, Museen als öffentliche und gesellschaftliche Akteure zubegreifen und in die Pflicht zu nehmen, informierte, diverse Erzäh-lungen anzubieten und im Sinne eines relational museum historischewie aktuelle Phänomene und Prozesse in Beziehung zu Gesell-schaft, Communitys und Öffentlichkeit( en) zu setzen.5 Im zweitenAbschnitt stellen wir die konkreten Formate und die damit ange-strebten Öffentlichkeiten vor und überlegen, wie sich hier aktuelle

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eine Ausstellung die nächste jagt und kaum Zeit für grundlegende Über-legungen und Museumsarbeiten bleibt. Leider haben ab März 2020 dieCorona- Pandemie, die Museumsschließungen und die Lockdowns vieleder geplanten Aktivitäten stark beeinträchtigt.

Wie sehr sich hier die Herangehens- und Erkenntnisweisen unseresFaches hinsichtlich Relationalität und Beziehungen mit den Bestrebungenaktueller Museumsarbeit treffen vgl. beispielsweise Jens Wietschorke:Beziehungswissenschaft. Ein Versuch zur volkskundlich- kulturwissen-schaftlichen Epistemologie. In: Österreichische Zeitschrift für Volks-kunde 66( 3-4), 2012, S. 325-359.

Jennifer Newell, Libby Robin, Kirsten Wehner: Introduction: Curatingconnections in a climate- changed world. In: Dies.( Hg.): Curating theFuture: Museums, Communities and Climate Change. London, NewYork 2017, S. 1-16, hier S. 2 f.