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Die Museumssammlung - Sammlungsintention, Auswahlkriterien, Kontextualisierung : Inhalte und Strategien der vergangenen 10 Jahre sowie Zielsetzungen für die nächste Dekade ; Beiträge der II. Internationalen Konferenz der Ethnographischen Museen in Zentral- und Südosteuropa in Wien vom 18. - 21. September 2002
Entstehung
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Inventarnummern; Lichtbildarchiv: 7.000 Inventarnummern; Sons-tige Archive: 3.000 Inventarnummern; Schwerpunkt der Samm-lungsbestände: Volksstickerei, Spitzen, Volkskeramik, Landwirt-schaft; Bücherei: 10.000 Bände; Veröffentlichungen: Zeitschrift desMährischen Landesmuseums Acta Musei Moraviae, bisher 86Jahrgänge und Acta Ethnographica sowie Kleine Drucke; Die Ethno-graphische Abteilung beschäftigt insgesamt 11 Mitarbeiter/ innen.Hiervon sind 6 wissenschaftliche Mitarbeiter/ innen.

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Die Sammeltätigkeit des Mährischen Landesmuseums begannbereits im Jahre 1808, doch zur offiziellen Konstituierung des Muse-ums als wissenschaftlicher Anstalt, deren vorwiegend naturwissen-schaftliche Tätigkeit das Land Mähren umfasste, kam es erst 1817.Schon im Jahre 1820 wurde die erste größere Gruppe ethnographischbedeutsamer Gegenstände erworben. In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts kam es zu einer Aufgliederung der Anstalt in mehrerenaturwissenschaftliche und historische Abteilungen. So kann manschon um das Jahr 1875 von einer ethnographischen Abteilung spre-chen, deren Bestände allerdings erst um die Jahrhundertwende zuwachsen begannen und im Laufe der weiteren Entwicklung durchzielbewusste Tätigkeit zur größten volkskundlichen Sammlung aufdem Gebiet der Tschechoslowakischen Republik ausgebaut werdenkonnten.

Zu den ältesten Beständen der Ethnographischen Abteilungdes Mährischen Landesmuseums zählten landwirtschaftliche Geräteund ethnographisches Material der Naturvölker Glossar ::: zum Glossareintrag  Naturvölker. Dieses wurde jedochim Rahmen der Delimitation im Jahre 1978 in das Náprstek- Museumdes Nationalmuseums Prag überführt. Der Schwerpunkt der heutigenSammlungen liegt jedoch in bezug auf Menge und Bedeutung beiden Erzeugnissen der Volkskultur, besonders bei Textilien, Keramik,Glas und Holz.

Den Grundstock der Textilsammlung bildete ein Teil des mäh-rischen Materials, das im Jahre 1873 auf der Wiener Weltausstellungzu sehen war, doch erst die beiden Landesausstellungen in Prag 1891und 1895 entfachten erhöhten Sammeleifer. Damals wurde eine voll-ständige Reihe mährischer Trachtentypen angeschafft, ein Lichtbil-derarchiv gegründet und in den Jahren 1904 und 1912 je eine bemer-kenswerte Sammlung mährischer Volkskunst angekauft. Im Jahre