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Die Museumssammlung - Sammlungsintention, Auswahlkriterien, Kontextualisierung : Inhalte und Strategien der vergangenen 10 Jahre sowie Zielsetzungen für die nächste Dekade ; Beiträge der II. Internationalen Konferenz der Ethnographischen Museen in Zentral- und Südosteuropa in Wien vom 18. - 21. September 2002
Entstehung
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etwa die wertvolle Leuchtersammlung von L. Benesch( Das Be-leuchtungswesen vom Mittelalter bis zur Mitte des neunzehntenJahrhunderts. Aus Österreich- Ungarn, insbesondere aus den Alpen-ländern und den angrenzenden Gebieten der Nachbarstaaten. Wien1905) zu nennen, oder die Messer- Sammlung von Graf Lamberg, dieSkulpturen aus der Sammlung des Thronfolgers Franz Ferdinand, dieüber den Stadterweiterungsfonds in Museum kamen oder die An-dachtsbildsammlung von G. Gugitz. Mäzene ermöglichten den An-

kauf.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Sammelleidenschaftdurch den akuten Raummangel sehr gebremst. Nicht zuletzt war dasder Grund, weshalb Leopold Schmidt sein Augenmerk auf die,, Flachware" lenkte. Im letzten Quartal stand die Sanierung des Mu-seumsgebäudes und die Neuaufstellung der Schausammlung im Vor-dergrund. Außerdem galt es neue Depoträume zu schaffen.

Die Erwerbungen beschränkten sich in dieser Zeit vorwiegendauf Widmungen bzw. auf Legate, darunter das rustikale Interieur auseiner Wiener Cottagewohnung, ebenfalls aus Wien ein kompletterbürgerlich- städtischer Haushalt und ein Nachlass aus verarmten bäu-erlichen Verhältnissen aus dem Waldviertel, den uns der Abt desStiftes Zwettl zur Verfügung stellte.

So zufällig diese Erwerbungen auch scheinen mögen und auchsind, so stellen sie aufs Gesamte gesehen doch eine wichtige Ergän-zung dar. Die Legate und Widmungen stammen nämlich vorwiegendaus dem bürgerlich- städtischen Milieu, das in der Sammlung langeZeit ausgeklammert und unterrepräsentiert war und ist. 1994 gabenwir mit der Ausstellung Sach- Geschichten. Aus den Sammlungendes Österreichischen Museums für Volkskunde einen Überblicküber die Erwerbungen aus den Jahren 1969-1994.

In jüngster Zeit waren wir allerdings auch bei den Widmungensehr wählerisch und selektiv, insbesondere bei den Textilien.

Abgesehen von einigen gezielten Ankäufen zur Komplettie-rung der historischen Sammlung beschränkt sich unsere gegenwärti-ge Sammeltätigkeit auf die Suche nach geeigneten Objekten im Zu-sammenhang mit unseren thematischen Sonderausstellungen. Somussten wir feststellen, dass zum Beispiel für die Ausstellung Din-ge zum Tragen" so simple Objekte des Alltags wie Koffer, Schulta-