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Die Museumssammlung - Sammlungsintention, Auswahlkriterien, Kontextualisierung : Inhalte und Strategien der vergangenen 10 Jahre sowie Zielsetzungen für die nächste Dekade ; Beiträge der II. Internationalen Konferenz der Ethnographischen Museen in Zentral- und Südosteuropa in Wien vom 18. - 21. September 2002
Entstehung
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historischen Museum( NHM- Nummern). Und weil wir schon bei derStatistik sind, seien auch die Zahlen der Fotothek genannt: 62.145Positive, und 18.118 Diapositive. Die Bibliothek umfasst 42.762Inventarnummern. Die Anzahl der Bände beträgt ein Vielfaches da-

von.

Sammlungsintentionen

Im ersten Quartal erfolgte die Sammlung primär unter zweiGesichtspunkten: unter dem Aspekt der Volkskunst und dem derethnischen Zugehörigkeit. Gesammelt wurde nach ästhetischen undnationalen Prinzipien. Michael Haberlandts Österreichische Volks-kunst"( 1911) und Arthur Haberlandts Volkskunstkunst der Balkan-länder"( 1919) stellen für diesen Zugang wichtige Wegmarkierungendar. Beide huldigten der vergleichenden Betrachtungsweise( Metho-de). In den folgenden Jahren galten die Objekte als Zeugnisse natio-naler Ideologie und nach 1945 als Beweis bäuerlicher Herrlichkeit.

Erwerbungsarten

Die Gründer hatten in den verschiedenen Regionen der Mo-narchie Prospektoren an der Hand. Manche von ihnen sammeltenüber Auftrag aus Wien, wie etwa der Egerländer Alexander Quintus,andere wieder auf Eigeninitiative wie Natalie Bruck- Auffenberg inDalmatien( Dalmatien und seine Volkskunst, 1910) oder die BaroninStephanie Rubido- Zichy in Istrien. Die Sammlungen von EugenieGoldstern und von Rudolf Trebitsch fußen auf ethnologischen For-schungen, die in der Zeitschrift des Vereins publiziert wurden. Ande-re sammelten auf eigene Faust und boten die Stücke dem Museumzum Kauf an. Wichtige Lieferanten waren die Antiquitätenhändler.So kam eine sehr heterogene Sammlung zustande.

Michael Haberlandt hatte aber auch persönliche Verbindungenzu den Museumskollegen in Lemberg oder in Sarajevo, über derenVermittlung Objekte aus den entsprechenden Regionen nach Wienkamen. Wir konnten diese Bestände aus Bosnien, aus Galizien( Hu-zulen und Bojken) und aus Istrien in Sonderausstellungen präsentie-

ren.

Einen wesentlichen Bestandteil unserer Sammlung machenweiters geschlossene Kollektionen von Privatsammlern aus. Hier ist