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Die Museumssammlung - Sammlungsintention, Auswahlkriterien, Kontextualisierung : Inhalte und Strategien der vergangenen 10 Jahre sowie Zielsetzungen für die nächste Dekade ; Beiträge der II. Internationalen Konferenz der Ethnographischen Museen in Zentral- und Südosteuropa in Wien vom 18. - 21. September 2002
Entstehung
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vor einem Neubeginn. Dazu gibt es ein neues Inventarisierungspro-gramm, mit dem wir uns in der Praxis erst vertraut machen müssen.Hand in Hand damit soll auch eine Digitalisierung erfolgen.

Uns ist bewusst, dass unsere ganze Aufmerksamkeit unsererhistorischen Sammlung als Teil unseres kulturellen Erbes zu geltenhat. Sie bildet schließlich das Kapital unseres Museums.

Sammlungsstatistik

Leopold Schmidt( Das Österreichische Museum für Volks-kunde. Werden und Wesen eines Wiener Museums, 1960) weist inseinem kurzen Überblick über die Sammlungsgeschichte des Öster-reichischen Museums für Volkskunde auf die gewaltige Sammelleis-tung der Gründer Michael Haberlandt( 1860-1940) und WilhelmHein( 1861-1903) hin. 1895/96, also innerhalb der beiden erstenJahre, hatten sie 6.053 Objekte zusammengebracht, bis zum Ende desJahres 1903, in dem Wilhelm Hein so frühzeitig verstarb, stieg dieAnzahl der Gegenstände auf 13.658 und nach 25 Jahren umfasste dieSammlung bereits 38.154 Inventarnummern. Dieses erste Viertel-jahrhundert endet mit dem Untergang der Monarchie. Für das nochjunge Museum bedeutete dieser Umstand eine folgenschwere Zäsur.Es verlor dadurch nicht nur sein Hinterland, sondern auch seine Iden-tität.

Das zweite Vierteljahrhundert wird von Arthur Haberlandt( 1889-1964), dem Sohn Michael Haberlandts, bestimmt. Unter seinerÄgide kamen bis 1940 annähernd 7.000 und bis 1945 weitere 1.470Objekte hinzu.

Im dritten Vierteljahrhundert, das mit dem Namen von Leo-pold Schmidt( 1912-1981) verbunden ist, wuchs die Sammlung umstattliche 18.722 Inventarnummern. Eine seiner Vorlieben entspre-chend finden sich eine größere Anzahl Bilder und Graphiken darun-ter. Wenn man die Abschnitte personalisiert, dann steht für das vierteQuartal Klaus Beitl. In diesem Zeitraum konnte das Museum ca.12.000 Objekte erwerben.

Gegenwärtig stehen wir bei der Inventarnummer 79.062. waseiner tatsächlichen Stückzahl von weit über 100.000 entspricht. Dazukommen noch an die 20.000 Nummern der Graphiksammlung undeinige Sonderinventare, wie etwa die Objektgruppe aus dem Natur-