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Burgenländische Beiträge zur Volkskunde : die Vorträge der 6. Österreichischen Volkskundetagung in Eisenstadt 1951
Entstehung
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beit. Aber wir haben niemanden, der diese Arbeit durchführen würde. May-ers Trachtenbuch galt als Anfang. In letzter Zeit veröffentlichte Gustav HansBaumgartner wertvolles Material über die burgenländische Volkstracht. Inmeiner dreißigjährigen Sammeltätigkeit ist es mir gelungen, ich möchte fastsagen, die letzten Trachtenstücke, z. B. burgenländische Hauben, zu retten.In diesem Jahre konnte ich auch eine bisher nicht bekannte Tracht, die Ol-bendorfer Tracht, sicherstellen. Der Trachtenpflege selbst wird größtes Inter-esse entgegengebracht. Mit besonderer Liebe kleiden sich unsere Mädchenmit der sogenannten burgenländischen Tracht.

8. Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtum.

Auf diesem Gebiete kann wohl von einer großen Leistung gesprochenwerden. Nicht nur das Aufzeichnen von Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtum, sondern auch die Ver-öffentlichung und wissenschaftliche Auswertung ist im vollsten Gange. Zudieser Bestleistung auf dem Gebiete der Volkskundeforschung im Burgen-land muß auch besonders die Arbeit für den Atlas der burgenländischenVolkskunde gezählt werden. Es besteht die Absicht, gemeinsam mit demMuseum für Volkskunde in Wien in zwölf Fragebogen vorerst das ganzeJahresbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Jahresbrauchtum zu erfassen. Sechs der Fragebögen wurden bereits in denmeisten Fällen von den 320 Orten des Landes beantwortet. Wenn auch dieBeantwortung nicht immer zufriedenstellend ist, so häuft sich doch wert-volles Material an. Die Fragen selbst wurden von Univ.- Prof. Dr. LeopoldSchmidt zusammengestellt.

Über Anregung von Dr. Lipp, Linz, wird eine systematische Sammlungvon burgenländischen Gebildbroten durchgeführt. Außerordentlich erfreulichist beim Brauchtumsaufzeichnen Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtumsaufzeichnen die Mitarbeit nicht nur der Lehrer, sondernauch der Schüler. Als Musterbeispiel muß die Arbeit der Schule Dreihüttenerwähnt werden.

9. Musik, Tanz, Lied.

Auch von diesem Betreuungsgebiet kann nur Erfreuliches berichtet wer-den. Es gehört wohl nicht ganz hierher, ist aber immerhin von Bedeutung,daß im Rahmen des Volksbildungswerkes seit Kriegsende 14 Musikschulengegründet wurden, in welchen 40 Musiklehrer über 700 Kinder in den ver-schiedensten Instrumenten unterrichten. Unsere sämtlichen Musikkapellenund Orchester werden soeben in einer Arbeitsgemeinschaft im Rahmen desBildungswerkes erfaßt. Schulung und Betreuung, sowie gemeinsame Ver-anstaltungen sind die Hauptaufgaben der Arbeitsgemeinschaft.

Der Volkstanzpflege wird seit langem ein besonderes Augenmerk zu-gewendet. Da die Volkstanzbüchlein von Horak und Gradwohl vergriffensind, wurde durch das Volksbildungswerk ein neues Volkstanzheft, zusam-mengestellt von Karl Gradwohl, nach dem Kriege herausgegeben. Volks-kunstwochen wurden veranstaltet. Besonders Lehrer und Lehrerinnen nichtnur im Lande selbst, sondern auch im Schlosse Graschnitz für den Volkstanz-unterricht ausgebildet. Vielerorts und bei vielen Festen kommt der Volks-tanz zu Ehren.

Das Volkslied hat besondere Pflege und Förderung erfahren. Wur-den schon vor dem Jahre 1938 durch den Volksliedausschuß rund 10.000Volkslieder, Tänze, Sagen und Bräuche gesammelt, welche Sammlung be-

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