IV.
Probleme und Aufgaben der Hausforschung im Burgenland
Von Arthur Haberlandt.
Für die Bauernhausforschung im Burgenland haben die vielseitig be-dachten und gewissenhaft auf Einzelheiten eingehenden Vorarbeiten J. R.Bünkers einen Grund gelegt, auf dem weiter aufgebaut werden muß,sollen wir zur wahrhaftigen Erkenntnis des Werdegangs heimat-lichen Bauens gelangen.
Die erste Aufgabe einer methodisch gesicherten Hausforschungbesteht darin, über die bisherige Punkt- und Streckenforschung hinaus dasindividuelle Alter von Haus und Hof in ihrem Gegen.wartsbestand tunlichst vollständig für das ganze Landzu ermitteln. Es reicht in den Dörfern kaum über das letzte Dritteldes 18. Jht. zurück. Die dem Vierkant zustrebende Umbauung von Höfenim mittleren Burgenland hat Bünker als typische Zeiterscheinung etwa nach1820 beobachtet, ein mahnender Hinweis darauf, das Alter der„ Vierkanter"auch in den übrigen Donaulandschaften nicht zu überschätzen ¹).
Angesichts der vielen noch bestehenden Barockhöfe in Eisenstadt, diez. T. im Portalbau noch ältere Überlieferungen erkennen lassen, ist es einselbstverständliches Gebot, zunächst einmal hieran unsere Kenntnis vombodenständigen Hausbau zu vervollständigen. Für das Aufmessen deHäuser wären Schülerbaulicher Gewerbeschulen und auchHörer der Technik aus dem Burgenland heranzuziehen,die als angehende Architekten mit solcherlei Planund Architekturaufnahmen bestens in die Gestaltungs.probleme heimatlichen überlieferungstreuen Bauenseingeführt würden. Diese Bestandaufnahme der ältesten Häuserwäre auch auf andere architektonisch bemerkenswerte Orte wie Purbach,Breitenbrunn, Lutzmannsburg, Oberwart usw. zu erstrecken.
Mörbisch verdiente eine Sonderaufnahme auch bildhafter Art, wovonnoch die Rede sein wird. Einen sehr wesentlichen und umfangreichen Quel-
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