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Burgenländische Beiträge zur Volkskunde : die Vorträge der 6. Österreichischen Volkskundetagung in Eisenstadt 1951
Entstehung
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derdonau, aus dem Landesmuseum wurde ein Landschaftsmuseum. Die sowertvollen, Burgenländischen Heimatblätter" wurden eingestellt. Trotzallem wurde auch in der Zeit von 1938 bis 1945 auf volkskundlichem GebieteKleinarbeit geleistet. Der neue provisorische Leiter des Landschaftsmuseums,Prof. Pittioni, wirkte auch auf dem Gebiete der Volkskundeforschung ver-dienstvoll. Durch seine Hilfe und Ermittlung erhielt ich 1940 den Auftrag,das von mir geschaffene Heimatmuseum in St. Martin aufzulösen und mitseinen Beständen die volkskundliche Abteilung im Museum aufzustellen.Im Filial- Archiv wurde unter Leitung von Dr. Kunnert und Prof. Hommaauch während der ganzen Kriegszeit wertvolles Material für die Volkskunde-forschung gesammelt. Die Pflege des Brauchtums Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtums übernahm die OrganisationKdF. Auf literarischem Gebiet übernahmen die Betreuung des nördlichenBurgenlandes die Zeitschrift Unsere Heimat" und die Schriftenreihe Nie-derdonau, Natur und Kultur", die des Südburgenlandes die Zeitschrift ,, Joan-neum" und die Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. Freilichkonnten diese Zeitschriften unsere Belange nur gelegentlich berücksichtigen.

Mit dem Jahre 1945 begann eine neue Etappe in der burgenländischenVolkskundeforschung. Obwohl das Land selbst noch immer keinen Fachmannfür Volkskundeforschung hat, werden allenthalben die im Jahre 1938 ab-gebrochenen Verbindungen wieder aufgenommen. Das Landesmuseum stehtim Mittelpunkt, wenn schon nicht in der wissenschaftlichen Volkskunde-forschung, so doch in der Sammlung, Veröffentlichung und Verbreitung volks-kundlichen Materials. Wie eine gute Schwester hilft das BurgenländischeLandesarchiv mit. In dem im Jahre 1945 begründeten burgenländischenVolksbildungswerk aber erwächst der Volkskundeforschung und Pflege desVolkstums ein wertvoller, treuer Freund. Die ,, Heimatblätter" werden durchdas Volksbildungswerk wieder ins Leben gerufen, die wertvolle volkskund-liche Aufsätze enthalten. In ,, Volk und Heimat" entstand eine Zeitschrift, dieseit ihrem vierjährigen Bestand in hunderttausenden Exemplaren viel, vielvolkskundliches Material der Nachwelt und der Wissenschaft erhält. In denüber Anregung von Oberarchivrat Homma geschaffenen, vom Landesarchivund Landesmuseum herausgegebenen Burgenländischen Forschungen" wer-den nunmehr laufend bedeutende Arbeiten rein wissenschaftlicher Volks-kundeforschung veröffentlicht.

Die Arbeit wächst nun von Tag zu Tag. Auf fast allen Gebieten derVolkskundeforschung sind Erfolge zu verzeichnen. Wo die Kräfte imLande zu schwach sind, helfen wertvolle Mitarbeiter, besonders aus derNachbarschaft Wien und Graz, aber auch aus anderen Bundesländern mit."Mit offenen Armen und dankbarem Herzen nehmen wir im Burgenlandediese Hilfe an, und soweit es finanziell tragbar ist, werden für diese Mithilfeauch Geldmittel zur Verfügung gestellt. Unsere Regierung hat großes Ver-ständnis für unsere Arbeit, und wir können mit großer Befriedigung auchvor diesem Forum sagen: ein Nein" seitens der Regierung haben wir beiallen unseren Wünschen und Bestrebungen noch nicht gehört. Wahrlich einLob in einer Zeit, wo Wissenschaft, Kultur und Volksbildung nichtimmer die notwendige Förderung zuteil wird. So kam auch diese Volks-kundetagung in Eisenstadt zustande, nicht nur durch die Einladung derRegierung, sondern auch durch deren finanzielle Unterstützung.

Nun sei mir gestattet, noch kurz im einzelnen auf die Leistungender letzten fünf Jahre auf dem Gebiete der Volkskundeforschung einzugehen.

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