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Burgenländische Beiträge zur Volkskunde : die Vorträge der 6. Österreichischen Volkskundetagung in Eisenstadt 1951
Entstehung
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Weinhofer gibt um 1800 herum ein geistliches Liederbuch heraus, welchesseither zwanzig Auflagen erlebte. Der Pfarrer Georg Peham veröffentlichtum 1860 herum geistliche Lieder, von ihm aufgezeichnet und vertont. Erbeschreibt auch viel wertvolles Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtum und das Volksleben seiner Zeit.Die Brautlieder und Sprüche auf dem Heideboden, gesammelt und veröffent-licht von Remigius Sztachovics, geben tiefen Einblick in das Gefühlslebenunseres Volkes.

An der Spitze aller Verdienten um die Volkskunde unserer Landschaftund ihrer Bewohner muß wohl Johann Reinhold Bünker genannt werden,der Ödenburger Lehrer und spätere Direktor des Museums. Seine Haus-und Flurtypenforschung ist heute noch bedeutend, seine Brauchtumsaufzeich-nungen Glossar ::: zum Glossareintrag nungen, seine Sagen, Sprüche, Märchen und Veröffentlichungen dienen heutenoch als Stoff zur Neubearbeitung.

Weitere Vorboten burgenländischer Volkskunde folgen. Anton Dachleraus Wien schreibt in der Zeitschrift für österreichische Volkskunde vielesüber die Heanzen. Das große Werk ,, Die österreichisch- ungarische Monarchiein Wort und Bild" kann heute noch als ein Hauptwerk volkskundlicherForschung gelten. Die österreichische Zeitschrift für Volkskunde, gegründetvon dem Altvater österreichischer und burgenländischer Volkskunde MichaelHaberlandt, geboren im burgenländischen Raum, leistet Wertvolles fürBurgenlands Volkskunde. Nicht zu vergessen sind Rudolf Meringer undMatthias Nitsch. Letzterem verdanken wir viele Mitteilungen über das Volks-leben unseres Landes, sowie Irene Thirring- Waisbecker, J. W. Nagl undder Jude Fürst, der die Sitten und Bräuche der Eisenstädter Juden festhält.

Die Kroaten finden in der Person des Mate Miloradic, eines Priestersaus Frankenau, und in Fran Kurelac wahre Volkskundeforscher. Sie ver-öffentlichen nicht nur ihre Volkslieder, sondern beschreiben auch das Lebenund Treiben burgenländischer Kroaten.

Dann folgt die Heimkehr zu Österreich. Ist es nicht selbstverständlich,wenn viele Wissenschaftler in diesem neuen und doch so alt besiedeltendeutschsprachigen Gebiet, in dem sich Volkstum und Volk viel ursprünglichererhalten haben als sonst irgendwo, ein reiches Arbeitsgebiet suchten undfanden? Nun kann man von einer wissenschaftlichen, volkskundlichen Er-forschung unseres Landes sprechen. Prof. Dr. Michael Haberlandt veröffent-licht sein großes Werk Österreich, sein Land und Volk und seine Kultur".Prof. Dr. Viktor Geramb erforscht vor allem auch Sitte und Brauch unseresLandes und veröffentlicht vieles in seinem Buche ,, Sitte und Brauch in Öster-reich". Der Preßburger Karl Benyovsky schreibt über Die OberufererWeihnachtspiele". Karl Julius Schröer war es, der die Weihnachtspiele derOberuferer Bauern um die Mitte des vorigen Jahrhunderts entdeckte unddie Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sie lenkte. Ergänzend hierzu gibtKarl Horak ein wertvolles Werk über die burgenländischen Volksschauspieleheraus. Unter Mitwirkung der Lehrerschaft gibt Ernst Löger die Heimat-kunde des Bezirkes Mattersburg" heraus, welche viel heimatkundlichenStoff enthält. Eines der wertvollsten Werke über die Volkskunde des Bur-genlandes stellt ,, Hauskultur und Volkskunst", bearbeitet von Arthur Haber-landt dar. Hans Mayer gibt das erste burgenländische Trachtenbuch heraus.Raimund Zoder und Karl M. Klier sowie Karl Liebleitner veröffentlichenburgenländische Volkslieder. Das Liedgut wird vom burgenländischen Volks-

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