Der ständige Zuzug an Arbeitskräften- immerhin nannte die Volks-zählung im Jahr 1880 bereits 19.166 Zivilisten( Dobrić 1999, S. 8)-zwang die Behörden, Sumpfgebiete zwecks Errichtung von Wohn-häusern trockenzulegen( Mandić 1999, S. 26). Zusätzlich entwickeltesich eine eigene Marinesiedlung: den Angehörigen der k.k. Kriegs-marine standen außer ihren, dem jeweiligen Stand entsprechendenUnterkünften ein Marinespital, die Marinekaserne, die Marinekirche,, Madonna del Mare", weiters das Marinekasino und- in letzterKonsequenz- auch ein eigener Marinefriedhof zur Verfügung( Wig-germann 2000, S. 26). Vor allem das Marinekasino war für die in Polastationierten Marineure ,, Heim und Stätte der Erholung und[...]jahrzehntelang der gesellschaftliche Mittelpunkt der Stadt". Es waraus Eigenmitteln der Offiziere und Beamten ohne staatliche Zuschüs-se erbaut worden und wurde auch von ihnen verwaltet. Im großenSaal gab die Marinekapelle- von 1894 bis 1896 unter der Leitungvon Franz Lehár- regelmäßig Konzerte, Faschings- und Kostümfe-ste wurden veranstaltet, Kegelbahn, Spielzimmer und wöchentlicheFilmvorführungen dienten der Zerstreuung; aber auch der„ Wissen-schaftliche Verein der Kriegsmarine" mit dem Ziel, durch regelmäßigeVorträge und Publikationen die Weiterbildung der Offiziere zu fördernhatte in diesem Gebäude seinen Sitz, und im Kaffeehaus lagenmehrere Tageszeitungen auf. Für das leibliche Wohl war im„ stetsgut besuchten" Restaurant für die täglichen Mahlzeiten wie auch füroffizielle Festessen gesorgt( Mayer/ Winkler 1986, S. 23f).
Vom Schiff auf die Schiene: mit Eisenbahn an die Adria
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Mit dem rasanten Anwachsen des Hafens und der Stadt wuchs auchdie Notwendigkeit, Menschen, Material und auch Nachrichten mög-lichst schnell und sicher transportieren zu können. Bis zur Erfindungder Eisenbahn und ihres Ausbaus erfolgte der Transport mit Kut-schen Staatskuriere und Beamte konnten beispielsweise mit denleichten Wagen der Post in 24 Stunden mehr als 200 Kilometerzurücklegen( Dienes 1987, S. 12)- bzw. per Schiff. Noch 1902dauerte die Fahrt von Triest nach Pola, eine Strecke von 121 Kilome-tern auf heutigen Straßen, mit dem Dampfschiff sechseinhalb, mit derbeschleunigten Eillinie rund vier Stunden( Lloyd 1902). Mit der Er-kenntnis, dass die Eisenbahn das Verkehrsmittel der Zukunft seinwürde, wuchs das herrschaftliche Interesse daran. Der MineralogeFranz Xaver Riepl, von Erzherzog Johann damit beauftragt, dasEisenwesen am steirischen Erzberg zu reformieren, entwarf„ dasProjekt einer Lokomotiv- Eisenbahn von Wien über das OstrauerKohlerevier bis zu den Salzlagern im galizischen Bochnia[...] sowie
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