Abb. 11
Ein Huzule befördert Brimsenkäse auf der Alm( Polonina)
Milchprodukte( Käse und Butter) wurden mit Hilfe der Huzulenponys insDorf gebracht, die im Gegenzug Brot auf die Almen transportierten. EineErweiterung der Almwirtschaft bedeutete die Einführung derGraswirtschaft. Das Heu wurde entweder in den Dauersiedlungen oderan Ort und Stelle gelagert. Damit konnte der Aufenthalt des Viehs aufden Almen verlängert und der Almabtrieb hinausgeschoben werden. 23Der Alltag auf der Alm sowie der Auf- und Abtrieb des Viehs wurden vomlanggezogenen, wehmütigen Ton der trembita begleitet. Dieses Alphornaus Fichtenholz war bis zu drei Meter lang und mit Birkenrindeumwickelt. Der Klang der Trembita rief die Hirten und Tiere zum Melkenund bei starkem Nebel zur Hütte:
„ Zu Ostern verkündet die Trembita freudig das Alleluja. Den Winter über,während der Fastenzeit und nach Ostern schweigt die Trembita. Erst wennzum Heiligen Jurij die Almwiesen zu grünen beginnen(...), erst dannertönt wieder der Klang der Trembita. Im Lied heißt es, der Heilige Jurijstößt dann ins Büffelhorn. Und wenn es so durch die Wälder dröhnt, begin-nen auch die Vögel zu zwitschern. Bald werden Herden von Schafen,Ziegen und anderem Vieh heraufströmen.(...) Sie alle strömen vom Dorfzu den Almwiesen hinauf und ein frühlingshaftes Treiben hebt an, das seitJahrhunderten mit den ersten Blumen einsetzt der Almauftrieb.
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