Druckschrift 
Das Blatt im Meer : Zypern in österreichischen Sammlungen ; Begleitbuch zur Sonderausstellung vom 26. April bis 2. November 1997 im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee
(Burgenland)
Entstehung
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,, das Seeporto für Correspondenzen zwischen den Hafenplätzen Alexandrien,Jaffa, Caifa, Beirut, Rhodus, Larnaca, Metelin, Smyrna, Tenedos, Gallipoli,Dardanellen u. Constantinopel auf 10 kr pr Loth ermäßigt wurde" 22

Ein Brief von Wien nach Larnaka kostete zu jener Zeit 15 Kreuzer, wobei5 Kreuzer auf das österreichische interne Porto entfielen. Noch 12 Jahrezuvor hatte das Seeporto für die Strecke Triest- Larnaka 12 Kreuzerbetragen! 23 Die teuerste Beförderungsvariante war die, die zuerst vonWien auf dem Landweg( oder auf der Donau) bis Konstantinopel führteund erst von dort aus auf dem Seeweg weiterging; bei ihr machte schondas ,, Fremdporto", d.h. das Porto für die nichtösterreichische Strecke imJahr 1855 18 Kreuzer aus. 24

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Die meisten Korrespondenten dürften aber ohnedies die Versendung viamare bevorzugt und einen entsprechenden Instradierungsvermerk an-gebracht haben, zumal sie auch wesentlich schneller und in derRegel sicherer war. Lediglich Ende März 1878 verunglückte derLloyddampfer ,, Sphinx" vor der Küste von Zypern. 25 Aber zu jener Zeitwaren die Tage des österreichischen Postamtes auf Zypern ohnediesschon gezählt. Nach Beendigung der Großen Orientalischen Glossar ::: zum Glossareintrag  Orientalischen Krise er-klärte sich Großbritannien nämlich bereit, das Osmanische Reich gegenetwaige weitere russische Expansionsgelüste zu schützen, bat sich zudiesem Zwecke aber einen Stützpunkt in Kleinasien aus. Schon im Mai1878 entschied der britische Premier Disraeli, daß Zypern der Schlüsselfür Westasien sei und am 4. Juni wurde in Konstantinopel eine entspre-chende Konvention unterzeichnet, durch welche die Souveränität derInsel zwar beim Sultan verblieb, aber alle sonstigen Rechte ein-schließlich desjenigen der militärischen Besetzung- gegen Entrichtungeines jährlichen Pachtzinses auf die Briten übergingen. 26 Wie nichtanders zu erwarten, verlangten die neuen Herren der Insel alsbald dieAufhebung der österreichischen Postexpedition in Larnaka. 27 Österreichhatte natürlich keine Aussicht, sich diesem Wunsch zu widersetzen,weshalb das k.k. Handelsministerium auch sofort alle Maßnahmen inRichtung Auflassung traf. Erst jetzt wurde man sich der Bedeutung dieserEinrichtung bewußt,

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,, bestand doch ein direkter Briefkartenwechsel zwischen ihr einer- und den öster.ung. Postanstalten in Rhodus, Scio, Smirne, Constantinopel, Beirut, Jaffa,Jerusalem, Caifa, Alexandrien und Triest, dann dem egyptischen Postamte inPort Said andererseits❝.28

Die für die Insel Zypern bestimmten Korrespondenzen mußten nunmehrvorerst bundweise an das k.k. Postamt in Alexandrien geleitet werden,

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