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Das Blatt im Meer : Zypern in österreichischen Sammlungen ; Begleitbuch zur Sonderausstellung vom 26. April bis 2. November 1997 im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee
(Burgenland)
Entstehung
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sendungen mit Larnacca di Cipro" abgestempelt hat. 9 Der SammlerTeichmann führt als Eröffnungsjahr eines Postbüros der k.u.k. Österrei-chischen Post das Jahr 1846 an, ohne hiefür eine nähere Begründungzu liefern oder gar eine Quelle anzugeben. 10 Der österreichische Post-historiker Dr. Rüdiger Wurth gibt in seinem Österreichs Orientalische Glossar ::: zum Glossareintrag  OrientalischePost. Durch Balkan und Levante" betitelten 16. Band zur österreichi-schen Postgeschichte als Eröffnungsdatum des k.k. Postamtes in Larna-ka den 26 März 1837 an, ohne hiefür jedoch einen Beweis oder einegeeignete Erklärung zu erbringen. 11 Doch verlassen wir das Gebiet derunsicheren Spekulationen und wenden wir uns gesicherten Fakten zu!Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Zypern für den österreichischenHandel nicht sehr interessant, weil die im Altertum so wohlhabende Inselnunmehr total verarmt war. Der einstige Obst- und Gemüseanbau warziemlich zurückgegangen und Zuckerrohrkulturen gab es schon längstkeine mehr. Ebenso war der Baumwollexport gegenüber der veneziani-schen Herrschaft auf 1/10 gesunken. Überhaupt betrieben die Türkennur eine sehr extensive Landwirtschaft, was insbesondere auf die Ölge-winnung zutraf. Tabak pflanzten die Türken nur mehr für den Hausge-brauch an. So etwas wie Industrie fand man damals überhaupt nicht vor.Demnach existierten nur äußerst wenige Ausfuhrgüter und die teurenExportartikel der Habsburgermonarchie wiederum konnten sich die Be-wohner Zyperns nicht leisten. Andererseits waren aber seine Häfensowohl als Umschlagplätze für den Verkehr mit dem( heutigen) NahenOsten als auch als Zwischenstationen von Bedeutung, wo die SchiffeWasser und Lebensmittel aufnehmen konnten. 12 1813 wurde daher dasVizekonsulat in Larnaka mit Anton Caprara besetzt, der nach Michaelvon Vezin und Anton Scipnar als dritter Vertreter Österreichs auf diesemPosten nachweisbar ist und dieses Amt auch noch 40 Jahre späterausgeübt hat. 13 Sein Vorgesetzter war der Generalkonsul in Smyrna; ihmunterstellt waren Konsularagenten in Limassol und Paphos. Diese rekru-tierten sich anfänglich zumeist aus Griechen oder Türken, jedenfalls aberaus osmanischen Untertanen, was sich aber manchmal als nachteiligerwies. So vertrat im Jahr 1808 ein gewisser Hadschi Christodulo VeraÖsterreichs Interessen in Limassol und 1833 fungierte Apostolo Fetco-vich als k.k. Konsularagent in Paphos. Als Letzterer im Verlaufe derNiederschlagung eines Aufruhres der Einwohner erschossen wurde undder Internuntius( etwa Österreichs Botschafter in Konstantinopel) vonder Pforte Genugtuung forderte, zweifelten die Türken die konsularischeEigenschaft des Ermordeten an. Obwohl damals eine k.k. Levante- Es-kader mehrere Monate vor Larnaka lag und es einer Abteilung österrei-

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