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Galizien in Bildern : die Originalillustrationen für das "Kronprinzenwerk" aus den Beständen der Fideikommißbibliothek der Österreichischen Nationalbibliothek
Entstehung
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,, Ihre Häuser bauen die Goralen aus dickem Fichten- oder Lär-chenholz und decken sie mit Schindeln oder Brettern."( J. Jan-daurek, 1884, S. 51)... sie haben für sie[ die Häuser] charakteristi-sche Verzierungen, mit denen auch das Hausgerät und Geschirrgeschmückt wird. Diese charakteristischen Verzierungen tretenam deutlichsten auf den Gebirgsabhängen in der Umgebung vonZakopane hervor."( Adam Chmiel in: Moderne illustrierte Zeitung.Reise und Sport. Wien, Berlin. Jg. 13. 1913, Sonder- Nummer Ga-lizien", S. 35) Ein Gorale auf der Schwelle seines Hauses sitzend ver-mittelt den Eindruck seines bescheidenen, mühevollen Lebens,aber auch seiner Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit. Der Torbo-gen weist auf seine Begabung als Zimmermann hin. Der Gorale hatein sehr gutes Gefühl für die Schönheit der Architektur. Die Klei-dung des Mannes entspricht den schon in anderen Bildern geschil-derten Grundzügen: die eng anliegende Tuchhose, das weißeHemd, die kierpce"( Bundschuhe) und der runde Hut mit der Mu-schelschnur.

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Zygmunt AJDUKIEWICZWagenfahrt im Sommer

sig. Zygmunt Ajdukiewicz"

Ölskizze( Grisaille)

31,4 cm x 39,5 cm

Pk 1131/22

Lit.: ÖUM, 315

Ein Wintertag mit Schneehimmel in der Gegend von Krakau.Kraftvoll und in zügigem Tempo zieht ein Pferdegespann denSchlitten durch den Schnee. Eine Tauffahrt, die die Patin, Mutterund Kind von der Kirche nach Hause führt. Voran reitet der Pate,der einen ganzen Zug anführt, denn im Hintergrund, vom Schneeverhangen, kann man noch Pferd und Mann erahnen. Es sindKrakowiaken, wie sie in ihrer Kleidung erscheinen: der Fuhrmannmit Krakauer Hut, der Reiter in prächtiger sukmana" und ärmel-loser Jacke, die gestrickte magierka auf dem Kopf, die beidenFrauen mit karierten Schultertüchern, das weiße Kopftuch in be-stimmter Form gebunden.

Auch in diesem Bild zeigt sich die besondere Vorliebe für dasPferd. Man fährt und reitet an Fest- und Feiertagen in die fernergelegene Kirche. In solchem Falle gibt es auch keine Hochzeitund keine Kindstaufe ohne Pferde und da liebt es der polnischeBauer, sei es mit dem Wagen, sei's auf dem Schlitten fahrend, zuzeigen, was für schnelle Pferde er hat und wie er zu fahren ver-steht."( ÖUM, 272)

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Walery ELIASZ- Radzikowski

Ein Hirte( jubas) in der Tatra

sig. u. dat. ,, 1893 WE"

Tuschzeichnung

38,8 cm x 29,9 cm

Pk 1131/782

Lit.: ÖUM, 323

Ein Sommertag in der sanft hügeligen Umgebung von Krakau.Zwei Leiterwagen mit Pferdegespann treffen einander im Gegen-verkehr auf einer Feldstraße. Leicht diffuses Licht liegt über denWiesen und Feldern. Im Hintergrund zwei Gehöfte am Horizont.Die Ladung der Wagen ist nicht klar zu erkennen und auch nichtder Zweck der Fahrt, wohl aber die Freude und Kraft der Bewe-gung von Fahrern und Pferden. Die beiden Lenker der Wagen, aufihrem Ladegut sitzend, weisen sich als Krakowiaken aus, durch dieknielange ärmellose Jacke mit breitem Gürtel, das weiße Hemdund den Hut. Die Landwirthe oder Hauswirthe beschäftigen sichmit dem Bebauen der Felder und der Sorge um das Inventar", zudem das diverse Vieh gehört.,... aber eine ganz besondere Vorliebehegt jeder Pole für das Pferd, dessen einheimische Race der Land-mann durch Pflege zu vervollkommnen trachtet. Mit Pferden be-arbeitet er sein Feld, springt er auch bei anderen in der Arbeit ein,auch fährt er gern auf den Jahrmarkt oder an Feiertagen in die fer-ner gelegene Kirche, wenn keine im Ort ist.( ÖUM, 272)

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Zygmunt AJDUKIEWICZ

Schlittenfahrt

sig. Zygmunt Ajdukiewicz"

Ölskizze( Grisaille)

31,5 cm x 39,5 cm

Pk 1131/23

Lit.: ÖUM, 319

Die einsame mächtige Gestalt eines Goralen im Bergland derTatra. Auf seine ciupaga", den axtförmigen Stock, gestützt, in dercharakteristischen Tracht der Bergbewohner, verkörpert er einenHirten, juhas". Damit ist der Schaf- und Ziegenhirt gemeint, derim Rang der Hirtengemeinschaft an unterer Stufe steht. Die Go-ralen im Tatragebirge beschäftigen sich mit besonderer Vorliebemit der Schafzucht. Ihre Schafe weiden mit dem Hornviehwährend der kurzen Sommerszeit auf den hochgelegenen Weide-

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