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Galizien in Bildern : die Originalillustrationen für das "Kronprinzenwerk" aus den Beständen der Fideikommißbibliothek der Österreichischen Nationalbibliothek
Entstehung
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te den Qualitätsanforderungen nicht gerecht werden.( Sieheden von Hans Pauer bearbeiteten Katalog der Prunksaal-Ausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek 1969 Länder und Menschen vor der Jahrhundertwende", Wien1969, S. 8, 11, 13)

Die Wiedergabe der verschiedenen künstlerischenVorlagen sollte möglichst einheitlich erfolgen. Man zog dahernur zwei xylographische Ateliers heran, eines in Wien undeines in Budapest. Der Kronprinz veranlaßte, daß an der kai-serlich- königlichen Kunstgewerbeschule in Wien( der heuti-gen Hochschule für angewandte Kunst) eine eigene Professurfür Xylographie eingerichtet wurde, für die der bekannte Mün-chner Künstler Wilhelm Hecht nach Wien berufen wurde. Zu-gleich erhielt Hecht auch die Leitung einer eigens für das Kron-prinzenwerk errichteten Xylographischen Anstalt an der k. k.Hof- und Staatsdruckerei in Wien. Hechts große künstlerischeFähigkeit war es, sich der Eigenart der Vorlage anzupassen unddie Wirkung des Originals mit den einfachsten Mitteln wieder-zugeben. Auch die Staatsdruckerei in Budapest errichtete unterLeitung von Professor Gustav Morelli eine eigene xylographi-sche Anstalt."( Robert Wagner: Das Kronprinzenwerk. In:Rudolf. Ein Leben im Schatten von Mayerling. 1989. S. 63)

Die Druckstöcke sind, nach Auskunft der Öster-reichischen Staatsdruckerei in Wien, nicht mehr auffindbar.

Das' cisleithanische' Material der Bildvorlagenwurde von der k. u. k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien am26.5.1902, also prompt bei Erscheinen der letzten Lieferungdes Gesamtwerkes, an die k. u. k. Generaldirektion der Aller-höchsten Privat- und Familienfonde abgetreten und in derenBereich der Familien- Fideikommißbibliothek zugeteilt. Als1945 die Bestände der Porträtsammlung der ÖsterreichischenNationalbibliothek aus der kriegsbedingten Verlagerungzurückgeführt wurden, kam es zur Wiederentdeckung jenerBildvorlagen. In 34 mittleren und 2 großen Portefeuilles war( und ist auch heute) der Bestand von 2548 Pinsel-, Feder- undBleistiftzeichnungen aufbewahrt, der die größere Hälfte derOriginalvorlagen zur Illustration des Kronprinzenwerkes um-faßt. Die Vorlagen zu den Illustrationen der Ungarn- Bände ge-langten, ohne je den Umweg über Wien genommen zu haben,in die Historische Bildergalerie des Ungarischen Nationalmu-seums.( Länder und Menschen vor der Jahrhundertwende.Red.: Hans Pauer. 1969. S. 7-9, 13)

Durch den Druck des Werkes in zwei verschiedenenInstituten, der k. u. k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien und derköniglich ungarischen Staatsdruckerei in Budapest, erhebt sichdie Frage der Gestaltung nach Format und äußerem Erschei-nungsbild der Enzyklopädie. Sollte es eine Pracht- oder Volks-ausgabe werden? Kronprinz Rudolf entschied sich für eineVolksausgabe, die zu erschwinglichem Preis eine besondersgroße Verbreitung in weiten Schichten der Bevölkerung derMonarchie finden sollte. Die Erwartungen des Kronprinzenhaben sich erfüllt. Die deutschsprachige Ausgabe fand weiteVerbreitung und wurde sogar zu einem großen finanziellenErfolg. Im Gegensatz dazu ergab die ungarische Ausgabe einenfinanziellen Miẞerfolg.( Robert Wagner: Das Kronprinzenwerk.

In: Rudolf. Ein Leben im Schatten von Mayerling. 1989. S. 63)

Die Serie der 24 Bände ist wie folgt anzuführen:Band 1 und 2:

Übersichtsbände( Naturgeschichtlicher Teil, 1886,und Geschichtlicher Teil, 1887)

Band 3 und 4:

Wien und Niederösterreich( 1. Abteilung: Wien,1886, und 2. Abteilung: Niederösterreich, 1888)

Band 5 bis 8:

behandelt die Kronländer im Gebiet des heutigenÖsterreich( Oberösterreich und Salzburg, 1889. Tirolund Vorarlberg, 1893. Steiermark, 1890. Kärnten undKrain, 1891.)

Band 9: Das Küstenland( Görz, Gradiska, Triest und Istrien),1891

Band 10: Dalmatien, 1892

Band 11: Mähren und Schlesien, 1897

Band 12 und 13: Böhmen( 1. Abteilung, 1894, und 2. Abteilung,1896)

Band 14: Galizien, 1898Band 15: Bukowina, 1899

Band 16 bis 22: ist Ungarn vorbehalten, 1891, 1893, 1896,1898, 1900, 1902

Band 23: Kroatien und Slavonien als Länder der Stephanskrone,1902

Band 24: Bosnien und Hercegovina, 1901

Die Masse der Originalillustrationen ist in dem 24bän-digen Werk publiziert worden. Doch die von den Künstlern her-gestellten Originalvorlagen bekamen die Zeitgenossen nie zuGesicht, davon ausgenommen waren nur die Mitglieder der Juryund die Hersteller der Druckstöcke. So tüchtige Arbeit die Holz-schneider- in Wien unter Leitung des selbst hervorragend täti-gen Wilhelm Hecht, in Budapest unter Gustav Morelli- geleistethaben, die xylographische Wiedergabe vermittelt kaumannähernd eine Vorstellung von der Qualität der Vorlagen."

,, Offenbar aus dieser Erkenntnis und daneben wohlauch aus kaufmännischen Erwägungen( zur Propagierung desUnternehmens und zur direkten Stärkung seiner finanziellenBasis) brachte die k. k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien schon1888 eine Auswahl der vorzüglichsten bildlichen Darstellungen'- 33 Beispiele aus der eben erst angelaufenen künstlerischenProduktion auf Japanpapier heraus." Aber auch hier wurdendie Feinheiten des Originals nicht erreicht. Die Mappe scheintkeinen großen Absatz gefunden zu haben.( Länder und Men-schen vor der Jahrhundertwende. Red.: Hans Pauer. 1969. S. 10 f.)

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Im Archiv des Künstlerhauses in Wien findet sich einSchreiben der Redaktion des Kronprinzenwerkes in der Stall-burg, vom Dezember 1888, in dem der Kronprinz ersuchenläßt, Illustrationsproben dem Publikum für längere Zeit zur An-sicht zugänglich zu machen. Der Brief lautet:

,, Seine kaiserliche und königliche Hoheit der durch-lauchtigste Kronprinz Herr Erzherzog Rudolf geruhen die mit-folgenden Illustrations- Proben aus dem von Höchstdemselben

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