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Internationale und nationale volkskundliche Bibliographien : Spiegel der Wissenschaft ; Volkskunde, europäische Ethnologie ; Referate der 2. Tagung der Arbeitsgruppe für die Internationale Volkskundliche Bibliographie (IVB) und zugleich des 4. Internationalen Symposions des Instituts für Gegenwartsvolkskunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vom 19. bis 21. April 1991 in Neusiedl, See (Burgenland)
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Bibliographische Arbeit und ethnologische Datenbankenin Frankreich

Von Thomas K. Schippers

Die Situation der bibliographischen Auswertung auf dem Gebiet derEthnologie ist ein Spiegelbild der fachlichen Landschaft Frankreichs: seitmindestens 40 Jahren ist hier die Unterscheidung von nationaler( Folklore,Volkskunde etc.) und allgemeiner Ethnologie( Völkerkunde, Sozial- undKulturanthropologie)- zumindest im institutionellen Bereich- verschwun-den'. Die einzige ethnologische Institution die eine spezifische Kompetenzfür den französischen Raum hat, das Musée des Arts et Traditions populairesin Paris, beschränkt sich darauf, seine Bibliothek zu verwalten, ohne biblio-graphische Untersuchungen zu erarbeiten oder zu publizieren².

Die wichtigste Einrichtung für die wissenschaftliche Bibliographiearbeitist das, Institut de l'Information Scientifique et Technique"( I.N.I.S.T.) imVerband des Centre National de la Recherche Scientifique( C.N.R.S.). DasI.N.I.S.T. mit seinem Sitz in Nancy³ deckt das gesamte Spektrum derwissenschaftlichen Disziplinen ab: das Institut hat ungefähr 440 Mitarbei-ter, verfügt über 34 km Regalanlagen und besitzt zur Zeit ungefähr 10Millionen bibliographische Angaben, hauptsächlich auf der Grundlage derAuswertung von Zeitschriften( ca. 25.000), Dissertationen, Tagungsbändenund Forschungsberichten. Diese gigantische Masse an Angaben ist aufverschiedene Datenbanken aufgeteilt:

PASCAL, gegründet 1973, enthält heute ungefähr 8 Millionen Nachwei-se aus dem Gebiet der exakten Wissenschaften, der Technologie und derMedizin. Sie veröffentlicht 72 Bibliographien und vermehrt sich jährlichum ca. 450.000 neue Angaben.

1 In Frankreich hat, wie in anderen westeuropäischen Ländern, das Äquivalent derdeutschen Volkskunde" immer nur einen sehr marginalen Platz im Rahmen derInstitutionen eingenommen und beschränkt sich im wesentlichen auf die For-scher im Musée des Arts et Traditions Populaires in Paris.

2 Mit Ausnahme der Rezensionen, die in der Zeitschrift Ethnologie française"erscheinen.

3 2, allée du Parc de Brabois, F- 54514 Vandoeuvre- les- Nancy CEDEX. Tel.(+33)83-50-46-64, Fax(+33) 83-50-46-66.

4 Es ist zu beachten, daß Monographien nur selten durchgearbeitet werden( haupt-sächlich Sammelbände).

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