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Internationale und nationale volkskundliche Bibliographien : Spiegel der Wissenschaft ; Volkskunde, europäische Ethnologie ; Referate der 2. Tagung der Arbeitsgruppe für die Internationale Volkskundliche Bibliographie (IVB) und zugleich des 4. Internationalen Symposions des Instituts für Gegenwartsvolkskunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vom 19. bis 21. April 1991 in Neusiedl, See (Burgenland)
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Die Internationale Volkskundliche Bibliographie( IVB) imKontext universeller Klassifikationssysteme und Thesauri

Von Rainer Alsheimer

Mit dem zweiten Treffen der Mitarbeiter an der IVB in Neusiedlinzwischen als SIEF- Kommission für Bibliographie, Information und Do-kumentation eingerichtet- fand die Diskussion um Revision und Fort-schreibung der Fachsystematik Volkskunde/ Europäische Ethnologie einenersten Abschluß. Der Band mit den Titeln aus den Jahren 1985/86 nutzt- inleicht modifizierter Form- noch die Struktur der alten Systematik alsOrdnungsschema. Aber schon für den Berichtszeitraum 1987/88 soll die inwahrhaft internationalem Teamwork erarbeitete neue Version erprobt wer-den.¹

Die zweite Zusammenkunft erbrachte durch das Engagement und dieVorarbeiten einzelner KollegInnen aber nicht nur den Konsens im Hinblickauf die IVB- Gliederung. In aktuellen Vorträgen berichteten Teilnehmer überihre eigenen Tätigkeiten als Bibliographen regionaler, nationaler oder trans-nationaler Volkskunde in Europa und den USA. Der dadurch gewonneneÜberblick über sehr unterschiedliche Vorhaben und Planungen soll nunergänzt werden durch eine Zusammenschau der Geschichte der wissen-schaftlichen Information und Dokumentation, bezogen auf unsere Disziplin.Darauf aufbauend, werden Perspektiven und Themen einer zukünftigenethnologisch- informationswissenschaftlichen Arbeit benannt.

Liest man in den Handbüchern und Lexika der Dokumentare und Biblio-thekare über die Geschichte der Klassifikationen nach, ² so finden sichAussagen über Traditionen und Kontinuitäten, die zurückreichen bis in dieberühmten Bibliotheken der Antike. Spätestens seit der Zeit des frühenMittelalters mit ihrem System der sieben freien Künste, dem Trivium( Grammatik, Dialektik, Rhetorik), dem Quadrivium( Arithmetik, Geome-trie, Musik und Astronomie) und den gegen Ende des 15. Jahrhunderts in1 Die neue Version der IVB- Fachsystematik wird im Sommer 1991 den Mitarbei-tern zugesandt werden und nach einer festgelegten Einspruchsfrist Verbindlich-keit erlangen.

2 Etwa: A. I. Michajlov, u.a., Wissenschaftliche Kommunikation und InformatikLeipzig, Bibliographisches Institut, 1980; Ders., Grundlagen der wissenschaft-lichen Dokumentation und Information, 2 Bde. Köln, Westdeutscher Verlag,1970.

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