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Internationale und nationale volkskundliche Bibliographien : Spiegel der Wissenschaft ; Volkskunde, europäische Ethnologie ; Referate der 2. Tagung der Arbeitsgruppe für die Internationale Volkskundliche Bibliographie (IVB) und zugleich des 4. Internationalen Symposions des Instituts für Gegenwartsvolkskunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vom 19. bis 21. April 1991 in Neusiedl, See (Burgenland)
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Bericht über die ungarische volkskundliche Bibliographie

mit einem geschichtlichen Rückblick

Von Andreas Cserbák

Während ich diesen Beitrag geschrieben habe, ist mir aufgefallen, daßdie Geschichte der Ungarischen Volkskundlichen Bibliographie( UVB) aufdem Niveau einer Vorlesung, also gleichsam aus der Vogelperspektive"betrachtet, unproblematisch scheint. Wenn man sich aber eingehender mitder Bibliographie beschäftigt, zeigt sich ihre Geschichte doch etwas anders.Ich habe mich entschlossen, den diplomatischen", schriftlichen Bericht mitBeobachtungen aus dem Leben zu ergänzen. Erlauben Sie mir, demBibliothekar, zur Einleitung zwei Bemerkungen sine ira et studio":

1. Das Lexikon der Ungarischen Volkskunde behandelt ausführlich ehe-malige und heutige volkskundliche Publikationen und Institutionen, überdie verschiedenen ungarischen volkskundlichen Bibliographien findet mandort jedoch nichts.

2. Das 1989 erschienene grundlegende Handbuch, Geschichte der Un-garischen Volkskunde", enthält ebenfalls keine Angaben über die UVB.

Die Geschichte der UVB begann Ende des 19. Jahrhunderts. Seit 1890betreute Arpád Hellebrant im Jahresverzeichnis der Zeitschrift EgyetemesPhilologiai Közlöny"( Philologische Nachrichten) unter dem Titel A ma-gyar philologiai irodalom"( Literatur der Ungarischen Philologie) eineeigene Rubrik für die ethnographische Bibliographie und veröffentlichtegleichzeitig seit 1898 Jahresbibliographien in der Zeitschrift der Ungari-schen Ethnographischen Gesellschaft Ethnographia". Die letzte Jahres-übersicht über ethnographische Publikationen des Jahres 1925 findet sichim Jahrgang 1926 dieser Zeitschrift. Die ungarische Volkskunde verfügtealso von 1898 bis 1925 über eine jährliche Bibliographie. Seit dieser Zeitsieht sich der ungarische Forscher gezwungen, Zuflucht zu ausländischenPublikationen zu nehmen, will er sich über die ethnographische Literaturseiner Heimat orientieren.

Die von Eduard Hoffmann- Krayer begründete Internationale Volkskund-liche Bibliographie weist seit 1919 auch die Titel der wichtigsten ungari-schen Publikationen aus. Die Beiträge für dieses Verzeichnis lieferte langeJahre Sándor Solymossy, dann Elemér Schwartz, Bertalan Korompay, ab1939 Edit Fél, später Iván Balassa und Vilmos Voigt und schließlich seit1970 bis heute die Bibliothek des Ethnographischen Museums. Die einge-

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