ser, Geographie- Technik- Kirche, Religion, Orden- Gesellschaft, Wirt-schaft, Politik, Verwaltung, Recht, Wehrwesen, Geschichte- Schule, Lite-raturgeschichte, Kunst, Buch, Information- Anthropologie, Volkskunde,Vorgeschichte, Mundart, Namen- Sport, Reisen, Erholung, Medizin; imKapitel II befanden sich folgende Teile: Dichtung, Literatur- Besprechun-gen- Biographien, Nachrufe- Kataloge, Adreßbücher, Schulbücher; undim Abschnitt III: Zeitschriften, Kalender, Jahresberichte sowie andere pe-riodisch erscheinende Schriften und Aufsätze.
3.9. Wien
Schon früh hat man in Wien die Notwendigkeit empfunden, die Fülle derLiteratur dem Forscher und Interessierten zugänglich zu machen. Bereits im18. Jahrhundert hat etwa Johann Nepomuk De Vogel, den Versuch einersolchen Zusamenstellung gewagt und die„ Specimen bibliothaeca Germa-niae etc. 1779 1785" veröffentlicht, ein zweites solches Unternehmen vonHeinrich Kabdebo ist bedauerlicherweise verschollen( Gugitz 1947).
Wien plant, nach Aussagen der Bearbeiterin meines Fragebogens BrigittaPsarakis vom Wiener Stadt- und Landesarchiv, die Erstellung einer histori-schen Bibliographie, die an die„ Bibliographie zur Geschichte und Stadt-kunde von Wien. Nebst Quellen- und Literaturhinweisen“ von GustavGugitz anschließen soll und deren Erscheinen für 1995/96 vorgesehen ist.Noch nicht festgelegt ist, ob diese Publikation in gedruckter Form vorgelegtwird, oder z.B. als Mikrofiches.
Das große, oben erwähnte Kompendium von Gustav Gugitz ist in fünfBänden in den Jahren von 1947 bis( 1959/60) erschienen. Herausgeber warder Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Der erste Band( 1947) umfaßte die Bereiche Geschichte- Historische Hilfswissenschaf-ten- Festungswerke und Kriegswesen- Rechtswesen- Kulturgeschichte-Sittengeschichte. Unter dem Oberbegriff„ Kulturgeschichte" finden sichThemenbereiche wie: Kirche und Religion( u.a. Bruderschaften, Frömmig-keit und Frömmelei, Galanteriemesse, Geißler, Gnadenbilder, Prozessio-nen, Wallfahrten)- Gesellschaften( u.a. Vereinswesen, Geheimgesellschaf-ten[ Freimaurer], schwarze Magie, Traumaturgen)- Theaterwesen( Hans-wurst, Kasperl, Volksschauspiele, Passionsspiele, Marionettenspiel, Schat-tenspiel)- Öffentliche Unterhaltungen und Schaustellungen( Feuerwerk,Karussel, Schlittenfahrten, Zirkus, Fahrende Künstler).
,, Sittengeschichte" schließlich umfaßt Speise und Trank( Wiener Küche,beim Heurigen, Gasthöfe, Gasthäuser und Gasthaussitten, Kaffeehaus, Li-monadehütten, Mineralwasserhütten)- Wohnungsverhältnisse( Möbel undWohnungseinrichtungen, Sommerfrische, Sommerwohnung)- Kleidungund Mode( Tracht und Kleiderordnung, Mieder, Luxus, Kosmetik[ Schmin-ke], Stutzer) Lustbarkeiten( Tanz, Tanzsäle, Praterfahrt, Landpartie, Spiel
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