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1 (1985) Papiertheater : eine Sonderausstellung aus Wiener Sammlungen. [1] / Katalog
Entstehung
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II. Vom Bilderbogen zum Papiertheater

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Vom Guckkasten zur Bühne

Guckkasten( Diorama) von Martin Engelbrecht( 1684-1756), AugsburgPräsentation der Heiligen Drei Könige, Nr. 23,

kol. Kupferstich, Hülle mit 6 Blättern, TSÖNB

Szenenbild:, Fra Diavolo oder Das Gasthaus von Terracina", zwei Banditen undZerline

Komische Oper, Musik: Daniel F. E. Auber, Text: Eugène Scribe

kol. Kupferstich von J. W. Zinke nach J. Chr. Schoeller nach einer Inszenierung im Theater in der Josefstadt am 15. 9. 1832( ,, Gallerie drolliger und in-teressanter Scenen der Wiener Bühnen" Jg. 5, Nr. 3)

Maße: 27 x 21,5 cm, TSÖNB

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Bühne

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Proszenium: Matthäus Trentsensky, Wien,

Mignon- Theater, französischer Stil, um 1840(?), handkoloriert,

Außenmaße: H 23, B 28, T 23,5 cm,Bühnenausschnitt: 16 x 18 cm.

Fra Diavolo oder Das Gasthaus zu Terracina

Text: Eigenes Textbuch nicht erschienen.

Figuren: Fra Diavolo als Marquis von San Marco, Zerline. Tre Mignon Thea-ter, 6. Abteilung, Blatt 1, um 1832, handkoloriert.

Dekoration: Hof des Gasthauses von Terracina.

Tre Mignon Theater, 6. Abteilung, Blatt 3, 4 und 5, um 1832, handkoloriert.Die von D. F. E. Auber( 1782-1871) komponierte Oper( Text von E. Scribe) hatte1830 ihre Uraufführung in Paris und erlebte im gleichen Jahr ihre Wiener Erstauf-führung. Als Vorlage für Figuren und Dekoration diente eine Inszenierung desTheaters in der Josefstadt aus dem Jahre 1832, wahrscheinlich von dem dort tǎ-tigen Bühnenmaler Hermann Neefe.

Hintergrund: Die Stumme von Portici

M. Trentsensky, Wien, Mignon- Theater IV. Abteilung, ab 1845,Lithographie,

Bildgröße: 19 x 24,2 cm

Figurenauswahl: Die Stumme von Portici

M. Trentsensky, Wien, Mignon- Theater IV. Abteilung, Blatt 1,kol. Lithographie.

Die große historische Oper von Daniel François Esprit Auber mit dem Text vonEugène Scribe, die den Kampf der Neapolitaner gegen die französische Freund-schaft zur Vorlage hatte, wurde 1828 in Paris uraufgeführt und hatte ihre WienerErstaufführung im darauffolgenden Jahr. Sie erhielt auch die Bezeichnung Re-volutionsoper", da ihre Aufführung in Brüssel 1830 Anstoß gab zur LoslösungBelgiens von den Niederlanden. Ihre Aufführung im Theater in der Josefstadt1832 mit den Dekorationen von Hermann Neefe diente als Vorlage für Trent-sensky.

Figurenbogen: Vielka

M. Trentsensky, Wien, Großes Theater, Figurenblatt 112-114; 1847,

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