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I. Vorhang auf zur großen Bühne
,, Il pomo d'oro"
Oper, Musik: Marc Antonio Cesti, Text: Francesco Sbarra
Bühnenbild: Ludovico Ottavio Burnacini
Wien, Theater auf der Cortina 1668
Rekonstrukionsmodell, TSNB
Die Oper wurde von Kaiser Leopold I. aus Anlaß seiner Vermählung 1666 mitMargarethe von Spanien in Auftrag gegeben. Gleichzeitig sollte ein Theater-prachtbau ,, auf der Cortina"( das ist ungefähr der Platz, wo heute die Österreichi-sche Nationalbibliothek steht) mit dieser Prunkoper eröffnet werden.
Das Theater konnte aber erst 1668 fertiggestellt, die Oper nun zum Geburtstagder jungen Regentin im Juli 1668 in Szene gesetzt werden.
,, Il pomo d'oro" zählt zu den Höhepunkten der Barockoper. Vor allem BurnacinisDekorationen und szenische Architektur zeigen höchste Perfektion. Seine Thea-termaschinerie war ein Wunderwerk der Technik: Götter schwebten auf Wolkenvom Olymp, Discordia sauste auf einem Drachen herbei, Meeresgötter tauchtenaus den Fluten, Jupiter wurde von einem Adler getragen, Amor fuhr auf einemFeuerwagen durch die Lüfte. Vgl. Alewyn, Richard und Karl Sälzle:„ Das großeWelttheater" Hamburg, Rowohlt 1959.
Der Eindruck unendlicher Bühnentiefe wird durch die zusätzliche Bemalung desHintergrundprospekts, das die Motive der Kulisse fortsetzt, noch erhöht.
Guckkästen von Martin Engelbrecht( 1684 – 1756)
Die Guckkasten- Dioramen des Augsburger Kupferstechers Martin Engelbrechtsind bereits Vorläufer des Papiertheaters des 19. Jahrhunderts. Die tiefgestaffel-ten Bühnenräume der Dioramen zeigen Geschehen und Bilder aus dem Sagen-und Bibelkreis. Aber bereits hier finden auch schon theatralische Themen Ein-gang in die Welt des Papiers.
Präsentation einer Opera mit schwebenden Figuren Nr. 9, TSNB
Präsentation der Italienischen Komödianten Nr. 22, TSNB
Theater am Kärntnertor
( Das Theater stand ungefähr dort, wo heute das Hotel Sacher steht)
Es ist das erste stehende Theater in Wien, errichtet für deutschsprachige Komö-dianten
1711 Joseph Anton Stranitzky, der„ Wiener Hanswurst", mit seiner Truppe ziehtin das Theater ein; Bühne wird Schauplatz der ersten Entwicklungsphase der Alt-wiener Volkskomödie( von Stranitzky zu Philipp Hafner)
1761 Brand und Zerstörung des Theaters
1763 Neubau, Entwicklung geht zum Literatentheater, Hanswurst und die„ Lusti-gen Figuren" gehen in die Vorstadt,„, hochdeutsche Komödianten" verlegen ihreWirkungsstätte in das„, Theater nächst der Burg"
bis 1849 verschiedene Pächter des Theaters scheinen auf
ab 1810 Fürst Lobkowitz wird für die Abteilung Oper verantwortlich, italienische
PAPIERTHEATER 43