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1 (1985) Papiertheater : eine Sonderausstellung aus Wiener Sammlungen. [1] / Katalog
Entstehung
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komödiantisches Spiel um des Spielens willen bereits eine derartigePerfektion angenommen hatte, die eine Weiterentwicklung unmög-lich machte.

Die alte Stegreifkomödie mit ihrer Typenkomik wurde von Phi-lipp Hafner( 1735-1764) aufgegriffen, von Grobheiten befreit undschriftlich fixiert. Damit erfüllte er eine wichtige Forderung des Zeit-alters der Aufklärung nach von Zoten gereinigten und regelmäßi-gen" Lustspielen. Hanswurst und seine Kumpane mußten sicheinem geregelten Handlungsablauf fügen. Philipp Hafners außeror-dentlich theaterwirksame Komödien mit ihren spritzigen Dialogenund ihrer unkonstruierten Dramaturgie hatten mehr Erfolg als dieakademisch gebauten Lustspiele seiner deutschen Kollegen.Mit den Reformen Philipp HafnersVolkskomödie" genanntJohann Nestroy geebnet.

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auch Vater der Wienerwar der Weg für Ferdinand Raimund und

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Bevor allerdings das Altwiener Volkstheater in Ferdinand Rai-mund seinen wienerischen Shakespeare" und in Johann Nestroyseinen, wienerischen Aristophanes" fand, produzierten die soge-nannten Großen Drei", Adolf Bäuerle( 1786-1859), Josef AloisGleich( 1772-1841) und Karl Meisl( 1775-1853), Gebrauchsstücke,die oft so schnell von der Bühne wieder verschwanden, wie sie beimErscheinen bejubelt wurden. Der Erfolg oder der Durchfall all dieserStücke war zum größten Teil von den Schauspielern und ihrer beson-deren Begabung abhängig. Nicht umsonst wardasund istTheater in Wien eine Domäne des Schauspielers und seines indivi-duellen Darstellungsvermögens. Diesen Gegebenheiten mußte sichder Dramatiker meist bedingungslos unterwerfen. Auf der einen Sei-te verflachte unter dem Druck des sich immer Wiederholenden dieKomik oft ins Possenhafte, auf der anderen Seite verlangte aber dasPublikum nach seinen Lieblingen". Die Theaterdirektoren erfülltennur allzugerne diese Wünsche, mußten doch ihre Unternehmungengewinnbringend wirtschaften, da eine staatliche Subvention undenk-bar war.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es drei wichtige Vorstadt-Theater in Wien: das Theater an der Wien( vormals: Freihaustheaterauf der Wieden), das Theater in der Leopoldstadt und das Theater inder Josefstadt. In Hietzing und in Meidling standen für die Sommer-frischler" eigene Theater zur Verfügung, die in den SommermonatenBelustigungen boten. Das Theater in der Leopoldstadt die Hoch-burg der Altwiener Volkskomödie- wurde vom Publikum liebevoll Kasperltheater" nach dem berühmten am Hause spielenden Kas-perldarsteller, Johann La Roche( 1745-1806), benannt: Kasperl, eineFigur mit Witz und Schlagfertigkeit. ,, Staberl❝ das Ebenbild wiene-rischen Kleinbürgertums war untrennbar mit dem Schauspieler lg-naz Schuster( 1779- 1835) verbunden, Thaddädl" mit Anton Hasen-

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