Saal die ,, Volkskunde" im Sinne einer örtlichen oder kleinlandschaftli-chen volkskundlichen Darstellung gezeigt werden konnte.
Die geplanten Feiern zum 1300jährigen Jubiläum der Gründung desBulgarischen Staates im Jahre 681 bieten 1980/81 neuerlich den will-kommenen Anlaß für eine bedeutende Ausstellung ,, Bulgarischer Volks-kunst" in unserem Lande, die im Programm des„, Österreichischen Na-tionalkomitees für das feierliche Begehen des 1300- jährigen Bestehensdes Bulgarischen Staates" als ein ,, Beitrag zur Entwicklung der gutengegenseitigen Beziehungen zwischen der Republik Österreich und derVolksrepublik Bulgarien und zum weiteren Kennenlernen und Vertiefender freundschaftlichen Beziehung zwischen dem österreichischen unddem bulgarischen Volk" vorgesehen ist und diesmal das Ethnogra-phische Museum Schloß Kittsee im Burgenland nach Beendigung derRestaurierung seiner Ausstellungsräume aufzunehmen sich zur Ehreanrechnen kann.
Der Initiative und rührigen Vermittlung der Botschaft der Volksrepu-blik Bulgarien in Wien, vertreten durch ihre Botschaftssekretäre TatjanaStanewa, Christo Das chovski und Georgi Dimow, ist dieLeihgabe von insgesamt 414 erlesenen Gegenständen, vorwiegend ausden kennzeichnenden Bereichen der Volkstracht, der Web-, Stickerei-,Strick- und Goldschmiedevolkskunst auf der einen Seite und der Wohn-kultur auf der anderen Seite zu danken, die ausschließlich vom Ethno-graphischen Museum in Plovdiv, der wohl bedeutendsten volkskundli-chen Sammlung in Bulgarien neben dem 1949 gegründeten zentralenEthnographischen Institut und Museum der Bulgarischen Akademie derWissenschaften in Sofia, bereitgestellt worden ist. Plovdiv, deutsch Phi-lippopel, die zweitgrößte Stadt Bulgariens an der Marica, hat in seinemEthnographischen Museum im wesentlichen Sammelgut aus den Lan-desteilen südlich des Balkangebirges, also aus der Gebirgsgegend derSredna Gora und dem Rhodopen- Gebirge sowie aus der dazwischen ein-gebetteten Thrakischen Ebene, eingebracht, was für die gegenwärtigeAusstellung mit dem Thema„, Bulgarische Volkskunst. Aus der Samm-lung des Ethnographischen Museums Plovdiv" bedeutet, daß es sichbei der Auswahl der Exponate, die Frau Kustos Elena Kolewa zudanken ist, um den Versuch handelt, die überlieferte Volkskunst der-wenn wir der klassischen kulturgeographischen Gliederung von Vaka-relski folgen dürfen übergeordneten Einheit der ethnographischenGruppen der Thrakijci in der Thrakischen Ebene und in der Sredna Goraund der Rupci in der Thrakischen Ebene und im Rhodophengebirge süd-
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8) Bulgarien. 700 Jahre Kunst und Kultur in Sofia. Katalog der gleichnamigenAusstellung im Schloß Schallaburg 1979. Schriftleitung: Gottfried Stang-Ter(= Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums, Neue FolgeNr. 84). Wien 1979, S. 141-152.
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