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Produkt Muttertag : zur rituellen Inszenierung eines Festtages ; Begleitbuch zur Ausstellung: Produkt Muttertag - Zur Rituellen Inszenierung eines Festtages, 6. April bis 4. Juni 2001, Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien
Entstehung
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8 Vgl. dazu:

Birgit Bolognese- Leuchten-müller, Vom Zusammenbruchzum Mythos der goldenenFünfziger Jahre. In: Frauender ersten Stunde 1945-1955,Wien, München, Zürich 1985,S. 220-234;

- Die Frauenarbeit in Öster-reich. Die Wirtschaftszahl(= Statische Informationender Handelskammer Nieder-österreich 5), Sonderheft 1,Wien 1965;

Frauenarbeit und Gewerk-schaften. Rede und Diskus-sion zur Rede Anna Boscheksauf dem österreichischenGewerkschafts- Kongreẞ, miteinem Anhang: Die Entwick-lung der Frauenarbeit inÖsterreich von WilhelmineMoik, Wien 1928;Emmy Freundlich, Die indu-strielle Arbeit der Frau imKriege, Wien 1918;

- Marianne Hainisch, Frauen-arbeit, Wien 1911;

Handbuch der Frauenarbeitin Österreich, hg. v. d. Kam-mer für Arbeiter und Ange-stellte in Wien, Wien 1930;- Käthe Leichter, Frauenarbeitund Arbeiterinnenschutz inÖsterreich, Wien 1927;

- Käthe Leichter, So lebenwir... 1320 Industriearbeiter-innen berichten über ihrLeben, Wien 1931;

- Gustav Otruba, Zur Geschich-te der Frauen- und Kinder-arbeit im Gewerbe und inden Manufakturen Niederös-terreichs. In: Jahrbuch fürLandeskunde von Niederös-terreich, NF 34( 1958-1960),S. 134-179;

Edith Rigler, Frauenleitbildund Frauenarbeit in Öster-reich. Vom ausgehenden 19.Jahrhundert bis zum Zwei-ten Weltkrieg, Wien 1975;- Edith Saurer, Schweißblätter.Gedankenfetzen zur Frauen-geschichte in den Fünfziger-jahren. In: Die»> wilden<<Fünfzigerjahre, hg. v. Ger-hard Jagschitz/ Klaus DieterMulley, St. Pölten- Wien 1985,S. 42-53;

- Kamilla Theimer, Frauen-arbeit in Österreich, Wien1909.

regelmäßigen außerhäuslichen Erwerbsarbeit lediglich neue Qua-lität.) Im ländlichen wie handwerklich- gewerblichen Bereich grün-dete sich diese Beteiligung schon aus der Tradition einer hauswirt-schaftlich organisierten Produktionsweise. Die für Frauen bis in dieZwischenkriegszeit so eminent bedeutsame Erwerbsform der Heim-arbeit war bereits im Manufaktur- und Verlagssystem des 18. Jahr-hunderts vorstrukturiert. Was eine Bestandsaufnahme zu Beginndes 20. Jahrhunderts also primär verdeutlicht, ist die Tatsache, daßdie Frauenarbeit mit fortschreitender Industrialisierung in Formeiner ständig zunehmenden, regelmäßigen außerhäuslichenErwerbstätigkeit zusätzliche, neue Qualität bekam. Von nicht zuunterschätzendem Gewicht ist zudem noch das breite Spektrum vonGelegenheitsarbeiten bzw. bezahlten Tätigkeiten, die heute demBereich der» Schattenwirtschaft« zugeordnet werden, als oft einzigmögliche Einkommensquelle vor allem für Frauen mit kleinerenoder mehreren Kindern( also Bedienung, Wäschewaschen, Bügeln,Näharbeiten oder die Versorgung von sogenannten>> Kostgängern<<bzw.>> Kostkindern« etc.). Ein Ausweichen in derartige Verdienstfor-men scheint bis in die Zwischenkriegszeit einem gleichsam>> norma-len« Phasenverlauf im Erwerbsleben eines Großteils der Frauen vorallem in den Städten und größeren Industrieorten entsprochen zuhaben, sei es zur Überbrückung von Arbeitslosigkeit, sei es, weil sieaus Altersgründen keinen Platz mehr im Fabriksdienst fanden.

Festzuhalten ist, daß jedenfalls nur die wenigsten Frauen gänzlichfrei von jeder Erwerbsnotwendigkeit waren, dies traf höchstens aufdie Frauen des Bürgertums und des wohlhabenden Gewerbestandeszu, wie etwa auch jene, die in großbäuerlichen Verhältnissen lebten,zumindest nicht körperliche Schwerstarbeit leisten mußten.

Der Langzeitvergleich zeigt, daß die Entwicklung der Erwerbsstruk-tur während des ganzen 20. Jahrhunderts zuallererst unter demParadigma eines fundamentalen Wandels von einer traditionellenProduktions- bis zur heutigen Dienstleistungsgesellschaft zu sehenist. Konkret sichtbar wird er in einem langfristigen, mehrfachenUmschichtungsprozeß, der einerseits Verschiebungen in der sekto-ralen Zugehörigkeit der Berufstätigen, zum anderen Veränderungenbetreffend die Stellung in den einzelnen Berufsgruppen mit sichbrachte.

Bis zur Jahrhundertwende arbeiteten zwischen drei Viertel bis zuzwei Drittel aller berufstätigen Frauen noch in der Land- und Forst-wirtschaft; schon ein Vergleich der Volkszählungsergebnisse von1890 und 1910 zeigt aber eine Steigerung ihres Anteils an den Han-dels- und Verkehrsberufen um etwa 7%, im öffentlichen Dienst und

Produkt Muttertag

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