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Produkt Muttertag : zur rituellen Inszenierung eines Festtages ; Begleitbuch zur Ausstellung: Produkt Muttertag - Zur Rituellen Inszenierung eines Festtages, 6. April bis 4. Juni 2001, Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien
Entstehung
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Muttertag!

Die some mile stab wichtigte

Aufgabe der Frau

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017 Werbeinserat, Reichspost,

Mai 1933

Der Muttertag met alle Liebe unb

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Uns den brutag meiner Mutterfinnig zu feiern, widme ich für

nolbedrängte Mütter

eine Openbe ven on den unterLeitung von Bundeslangles De. Ceipelflebenden Verein Cogiale Hilfe"( Begiet, Pramergoffe Nr. 9)

Die Bastelli Neler 20ganet e p

018 Christlichsoziale Spenden-karte zum Muttertag, 1929

I.

Anfänge und Vorbilder

len, insbesondere katholischen, österreichischen Vereine, die Pfar-ren, die Kirchen, die Schulen, parteipolitische Organisationen, Dich-terInnen, Floristen und andere Gewerbetreibende setzen sie um,propagieren mehr öffentlich oder mehr im Hintergrund in Tages-und auf Wandzeitungen, mittels Werbeplakaten, Broschüren undFlugblättern, Reden, Predigten, Demonstrationen, kommerziellenund ideellen Zeitungsinseraten den Muttertag, inaugurieren die Tra-dition, geben Anleitungen und organisieren Feiern. Gedichte, Lieder,Theaterstücke werden für den Muttertag herangezogen, umge-schrieben, verfaßt, Blumen und Kuchen gekauft, gepflückt, ge-backen, Bonbons, Torten, Bücher, Zeitungsabonnements, Siemens-Gasgeräte, Lebensversicherungen und vieles andere als Muttertags-geschenke beworben. Sowohl die Kritik, der Muttertag dürfe keinkommerzielles Fest, sondern müsse eines der Innerlichkeit sein, alsauch der in variationsreichen Wendungen formulierte Gedankenicht einmal im Jahr, sondern jeden Tag müßte eigentlich Muttertagsein, ist so alt wie der Muttertag selbst und begleitet ihn, einemGeneralbaẞ gleichend, ebenso von Anfang an wie das obligatorischeProgramm der Darbietungen und» kleinen Aufmerksamkeiten<<.

>> Der Sinn des Tages widerspricht eigentlich großen Geschenken.Es sollen(...) nur Gaben des Herzens sein, auf deren innerenWert es ankommt.<<

Neues Wiener Abendblatt, Mai 1926

>> Es darf der Gedanke nicht untergehen

mit dem Sinken der Sonne.<<

Reichspost, Mai 1925

>> Einen Muttertag? Ha! das ist gar

nichts!

Bei uns daheim ist alle Tage Muttertag!<<Reichspost, Mai 1934

>> Es hat einmal ein sehr edler, junger Mensch zu mir gesagt:> Wir haben dreihundertfünfundsechzigmal im Jahr Muttertag<,und ich wußte, daß er die Wahrheit sprach. So sollte es ja eigent-lich überall sein.<<

Neues Wiener Tagblatt, Mai 1937

>>> Du sollst Vater und Mutter ehren, auf daß es dir wohlergeheauf Erden,< heißt das vierte Gebot Gottes, das gilt im ganzenJahr und gilt an jedem Tag. Es wird hier nicht zum ersten malgesagt, daß bei einem guten Kind, bei einer rechten Familiejeden Tag Muttertag sein soll.<<

Reichspost, Mai 1937

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