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Produkt Muttertag : zur rituellen Inszenierung eines Festtages ; Begleitbuch zur Ausstellung: Produkt Muttertag - Zur Rituellen Inszenierung eines Festtages, 6. April bis 4. Juni 2001, Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien
Entstehung
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Zum Mullertag

Lasst Blomenspreches!

003 Schaufenstergestaltung zum

Muttertag, Düsseldorf o.J.

12 Hausen 1980, S. 254/255.

13 Goebels 1993, S. 34.

14 Goebels 1993, S. 35/36.

15 Vgl. Hans Harmsen, Denk-schrift zur Einführung einesDeutschen Muttertages.Hrsg. im Auftrag der Arbeits-gemeinschaft für Volksgesun-dung, Berlin 1926, S. 2.( imfolgenden Harmsen 1926).

Dr. Rudolf Knauers akademi-scher Hintergrund, wie auchberuflich und private biogra-phische Angaben sind bis

dato nicht erfaßt. Eine wis-senschaftliche Aufarbeitunginsbesondere im Kontext sei-nes Engagements für denMuttertag scheint sehr loh-nenswert und steht noch aus.

Folgende Seiten:

004 Schaufenstergestaltung zum

Muttertag, BlumenhausEmmrich Breslau, 1932005 Schaufenstergestaltung zumMuttertag mit dem ersteneinheitlichen Werbeplakatdes VDB, Stuttgart 1930

vom Verband herausgegebene Text- und Bildmaterial zur Veröffent-lichung und welches für den internen Gebrauch bestimmt ist, oderwie die Muttertags- Schaufensterdekoration aussehen sollte¹².

Gründe dafür, daß der VDB mit Rudolf Knauer einen neuenGeschäftsführer anstellte, dürften in der damaligen schlechtenwirtschaftlichen Situation des Verbandes zu finden sein.>> DieInflation machte sich immer mehr bemerkbar«<, konstatierte WalterGoebels in der Vereinschronik und verwies auf die Luxussteuer, derab 1. Juli 1922 die Blumenarbeiten über 500,- Reichsmark unterla-gen. 13 Die Folge war, daß die Preise stiegen und immer wenigerMenschen Blumen kauften:» Bezeichnend für die damalige Situationwaren die Todesanzeigen, in denen gebeten wurde, statt Trauer-spenden Geld an die Hinterbliebenen zu überweisen, weil mansonst das Geld für die Beerdigung nicht aufbringen konnte.<< 14Der Verband hoffte wohl, mit einem Appell an den ausschließlichideellen Wert eines jährlich zu feiernden Muttertages potentielleKunden eher zum Blumenkauf animieren zu können. Der kommer-zielle Hintergrund schien vielmehr hinderlich zu sein. In Dr. Knauer,einem»> ehemaligen Schuldirektor«, 15 fand der VDB einen engagier-ten und wortgewandten Propagandisten, der neben anderen Aufga-ben deutschlandweit Vortragsreisen unternahm, um» über die Idee

Produkt Muttertag

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