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Gnadenreiches Jesulein : Jesuskindverehrung in der Andachtsgraphik ; Österreichisches Museum für Volkskunde im Gartenpalais Schönborn
Entstehung
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Wien VIII., Trinitarierkloster( Pfarrkirche zur hl. Dreifaltigkeit)

Die Kirche wurde Ende des 17. Jahrhunderts ursprünglich als Klos-terkirche der Trinitarier erbaut. 1783 kamen die Minoriten aus dem 1. Be-zirk an deren Stelle. Das liebreiche Jesuskind war 1612 in Madrid er-schienen und wurde seit 1754 bei den Trinitariern zur Verehrung aufge-stellt. Der Kultgegenstand ist heute verschollen.

133. Trinitarierkindl

Wallfahrtszettel, Photoreproduktion, 150/100 mm( ÖMV, Sammlung Gugitz, 114.469)

VS: Stehendes Jesuskind in einem Strahlenkranz, in der linken Hand ein Blütenzweig, dierechte Hand segnend erhoben. Zu seinen Füßen ein Wolkenband mit drei Engelsköpfenund dem Christusmonogramm IHS. ,, Das liebreiche Jesukindlein, welches Anno 1612 zuMadrid in Königreich Spanien wunderbarlich erschienen nunmehro aber den 20ten Janu-ary 1754 in der Wienerischen Closter Kirchen derer W.W.E.E.P.P. Trinitariern zu öffent-lichen Verehrung hochfeuerlich ausgesetzet worden."( 18. Jahrhundert)

Wien XIX., Karmelitenkirche in Döbling

1740 wurde eine Kopie des Prager Jesuleins in der Karmelitenein-siedelei zu Mannersdorf am Leithagebirge aufgestellt. Als Mitte des 18.Jahrhunderts ein Gelähmter vor diesem Bild geheilt wurde, entstand eineWallfahrt. 1783 wurde die Einsiedelei im Zuge der KlosteraufhebungenJosephs II. säkularisiert und das Gnadenbild in das Karmelitenkloster inWien- Leopoldstadt gebracht und von dort im Jahre 1900 in die Karmeliten-kirche in Döbling.

134. Mannersdorfer Jesulein

Wallfahrtszettel, Farb- Offset- Druck, 123/80 mm( ÖMV 77.952/ 8)

VS: Stehende, prunkvoll gekleidete Jesuskindstatue, in der linken Hand den Reichsapfelhaltend, die rechte Hand ist segnend erhoben( freier Typus des Prager Jesulein). Text amunteren Bildrand: Mannersdorfer Jesulein. Gnadenbildnis in der Karmelitenkirche inWien- Döbling."

RS: Gebet.

( Mitte 20. Jahrhundert)

Wallfahrten zum Jesuskind in den Nachbarländern

Prag/ Tschechische Republik, KarmelitenkircheSanta Maria de Victoria

Mit seinen zahlreichen Nachbildungen hat das Prager Jesulein, einekleine Wachsfigur mit Holzkern aus den Jahren um 1520, weltweite Vereh-rung erlangt.

Der Überlieferung nach hat die spanische Adelige Isabella Manriquede Lara y Mendoza ihrer Tochter Maria das Jesuskind als Brautgeschenk

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