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Gnadenreiches Jesulein : Jesuskindverehrung in der Andachtsgraphik ; Österreichisches Museum für Volkskunde im Gartenpalais Schönborn
Entstehung
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Unterranna/ Niederösterreich

Die Kirche und das Paulinerkloster von Unterranna wurden nachihrer Aufhebung 1783 größtenteils abgebrochen. Auch das bekleidete Jesus-kindl ist verschwunden. Der Legende nach wurde im Jahre 1664 ein Bauervon fünf Soldaten überfallen, die auf sein Gebet zum Jesuskind hin blindwurden, aber auf Bitten des Bauern ihre Sehkraft wieder erlangten.

120. Prager Jesulein

Wallfahrtszettel, Radierung und Kupferstich auf Seide, 129/74 mm

( ÖMV, Sammlung Gugitz, 112.841)

VS: Stehendes, prunkvoll gekleidetes Jesuskind( Typus Prager Jesulein) von Engeln flan-kiert vor Strahlenkranz über dem Kloster. Annehmliches Jesus Kindlein, welches in derCloster Kirchen Maria Ranna in Unter- Oesterreich, bey denen W.W.E.E.P.P. PaulinerAndächtig verehret wird." Bezeichnet: Schmitner Sc."

( 18. Jahrhundert)

Wien I., Franziskanerkirche

Bei der Darstellung handelt es sich um einen der seltenen Wall-fahrtszettel mit der Anbetungsszene des Jesuskindes in Betlehem aus derFranziskanerklosterkirche zum hl. Hieronymus. Der im 18. Jahrhundertverehrte Kultgegenstand, ist vermutlich bereits seit josephinischer Zeit ver-schollen.

121. Kind von Betlehem

Wallfahrtszettel, Radierung und Kupferstich, 130/79 mm( ÖMV, Sammlung Gugitz, 113.921)

VS: Christuskind in einem Spitzenbettchen zwischen Maria und Joseph, zwei Engel kniendavor, dahinter Ochs und Esel, darüber Wolkenband mit Engelsköpfen. Jesu Kind vonBethlehem, in der Kirchen deren P.P. Franciscanern in Wienn zur offentlicher Verehrungausgesezt Anno 1741." Bezeichnet: ,, F.L. Schmitner Sc."

RS: Handschrift, aber beschnitten.

( 18. Jahrhundert)

Wien I., Himmelpfortkloster

Das Himmelpfortkloster wurde 1783 aufgelöst, später demoliert undan seiner Stelle Wohnhäuser errichtet. Ähnlich der Legende des Jesus-kindes von Hall in Tirol wird berichtet, daß das von einer Marienstatueabgeschlagene Jesuskind in den Inn geworfen wurde, wo es von Schiffs-leuten an Land gezogen worden war, die es nach Wien brachten.

122. Liebreiches Jesuskind

Wallfahrtszettel, Kupferstich, 122/73 mm

( ÖMV, Sammlung Gugitz, 113.938)

VS: Sitzendes bekleidetes Jesuskind, in der linken Hand hält es den Reichsapfel.

Das liebreiche Jesukind, welches in den Closter deren Regulierten Chor- Frauen bey derHimmels- Porten, andächtig verehret wird." Signatur: J.C. Winkler sc. Vien."

( 18. Jahrhundert)

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