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Gnadenreiches Jesulein : Jesuskindverehrung in der Andachtsgraphik ; Österreichisches Museum für Volkskunde im Gartenpalais Schönborn
Entstehung
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mit schriftlichen Aufzeichnungen ebenso belegt, wie durch erhaltene Mö-belchen. Im Österreichischen Museum für Volkskunde ist eine solchesakrale Wiege erhalten geblieben. Ausgehend von den Klöstern ging dieseweihnachtliche Tradition in die bürgerlichen und bäuerlichen Haushalteüber, wo das Kindlwiegen teilweise bis ins 19. Jahrhundert gepflegt wurde.

Heilige, welche Jesuskindvisionen hatten beziehungsweisemit einer Christkinderscheinung dargestellt wurden:

Von den zahlreichen mystisch veranlagten Persönlichkeiten, denendas Jesuskind erschienen ist, seien einige Heilige verschiedener Jahrhun-derte beispielhaft aufgeführt, welche durch ihre Visionen in der christli-chen Kirchengeschichte einen besonderen Platz erhielten und in der An-dachtsgraphiksammlung des Museums aufscheinen:

Heilige Edildrudis

Die hl. Edildrudis( Etheldreda, Edeltraut) wurde als englischeKönigstochter geboren. Im Jahre 673 gründete sie das Kloster Ely, dem sieauch als Äbtissin vorstand. Nach ihrem Tod 679 war ihr Grab bis zurReformation eine blühende Wallfahrtsstätte gewesen. Die Heilige wird zwargelegentlich mit dem Jesuskind auf dem Arm abgebildet, es ist aber unklar,wie es zu diesen Darstellungen kam. Auf dem gezeigten Andachtsbild dürf-te es sich um eine Jesuskindstatue handeln, die von der Heiligen liebkostwird, und nicht um eine Erscheinung.

34. Heilige Edildrudis

Buchillustration, Kupferstich, 205/155 mm( Platte 134/88 mm)( ÖMV, Sammlung Gugitz, 115.564)

VS: Die Heilige in Ordenstracht beugt ihr Gesicht zu dem Jesulein mit Weltkugel, das siein ihren Armen hält. Text am unteren Bildrand: S. Edildrudis ABB. ORD. S. BEN."Bezeichnet: ,, J. Umbach d., B. Kilian sc."

( 2. Hälfte 17. Jahrhundert)

Heiliger Meinrad

Ende des 8. Jahrhunderts wurde der hl. Meinrad von Einsiedeln inSülichgau in Württemberg geboren. Da er im Kloster Reichenau nichtgenug Ruhe für sein mönchisches Leben fand, beschloß er im Jahre 828sich als Einsiedler in die Abgeschiedenheit am Etzelpaß zurückzuziehen.Als ihn dort zu viele Pilger aufsuchten, zog er 835 in den Finsterwald, demheutigen Einsiedeln. Hier wurde er 861 von zwei Räubern getötet, die sichan den Gaben der frommen Pilger bereichern wollten. Der Legende nachverrieten die zwei zahmen Raben des Einsiedlers die Mörder. Über derZelle des ermordeten Meinrads wurde später das berühmte Benedik-tinerkloster Maria Einsiedeln errichtet.

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