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1 (1984) Lampen, Leuchter, Licht : Katalog. [1] / Sonderausstellung aus der Sammlung Ladislaus Benesch im Österreichischen Museum für Volkskunde : Österreichisches Museum für Volkskunde, Schloßmuseum Gobelsburg
Entstehung
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X. Technische Neuerungen

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Die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts und das erste Drittel des 19.Jahrhunderts brachten Verbesserungen an den Öllampen. Einenersten Fortschritt bedeutete zunächst die Konstruktion der Kasten-lampe. An die Stelle des Fadenbündels tritt nun ein breiter, flacher,gewebter Docht, der durch eine Zahnstange bewegt wird; ein Schirmmildert das grelle Licht. Ihr seitlich angebrachter Ölkasten hatte aller-dings den Nachteil, daß ein relativ großer Teil der Umgebung inSchatten gesetzt wurde. Versuche, dieses Übel zu beseitigen, führtenum 1800 zum Bau der Kranzlampen, auch Astral- und Sinumbralam-pen( sine umbraohne Schatten) genannt. Der kaum sichtbareÖlbehälter ist kranzförmig um den Brenner angebracht und gleichzei-tig Träger eines Glasschirmes. Da der Ölbehälter in gleicher Höhe mitder Flamme steht, konnten auch diese Lampen den unliebsamenSchatten nicht zur Gänze beseitigen, darüber hinaus reichte ihr klei-nes Ölreservoir nur für eine kurze Brenndauer. Echte und zugleichletzte Fortschritte brachten die Verlegung des Ölbehälters in denLampenfuß und ein Pumpwerk, später eine Druckfeder, zum Auftriebdes schweren( Rüb) Öls. In der um 1830 erfundenen, mit einer Druck-feder ausgestatteten Moderateurlampe erreichten die Öllampen ihretechnische Vollendung. Sie gab acht bis zehn Stunden lang einruhiges und gleichmäßiges Licht und konnte danach durch Nachfüllenvon Öl und durch Anspannen der Feder wieder in Betrieb genommenwerden. Die in den verschiedensten Ausführungen angebotenenModerateuriampen konnten sich von allen Öllampen am längstenhalten. Ihres angenehmen Lichtes wegen wurden sie auch dann nochgerne verwendet, als bereits die 1855 von Silliman in den VereinigtenStaaten erfundene und in den sechziger Jahren nach Europagebrachte Petroleumlampe den Markt erobert hatte. Das dünnflüssigePetroleum, das vom Docht schnell und kräftig aufgesaugt wird, machtedie komplizierten Pump- und Druckvorrichtungen, wie sie bei denRüböllampen erforderlich waren, endgültig überflüssig.

Mit der Benützung des Leuchtgases und der Elektrizität begann eineneue Ära der Beleuchtungstechnk. Nachdem man bereits zu Beginndes 19. Jahrhunderts die offene Gasflamme als Lichtquelle benützthatte und nachdem 1879 der Amerikaner Thomas Alva Edison dieersten technisch brauchbaren Kohlenfaden- Glühlampen in Betriebgenommen hatte, erlangten beide Beleuchtungsarten durch Erfindun-

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