VI. Grubenlampen
Mehr noch als andere Menschen war und ist der Bergmann bei seinerArbeit unter Tage von dem künstlichen Licht abhängig. Die Gruben-lampe ist für ihn lebenswichtig und unentbehrlich. Es mag daher nichtwundern, wenn sie neben„ Schlägel und Eisen“ zum Symbol derBergmannsarbeit geworden ist.
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Grubenlampe, Schmiedeeisen. Ölhängelampe; Lampenträger aus Bandeisen,unten zu breiter Abstützung, oben zu Einsteckhaken ausgeschmiedet. Koni-sches, geschlossenes Ölgefäß mit Einfülloch und Dochtloch, an einem Bügelfreischwingend aufgehängt.
18./19. Jahrhundert. Erworben in Kitzbühel, Tirol.h= 19,5 cm, d= 5 cm
Inv.-Nr. 55.523
,, Froschlampe", Eisen. Ölhängelampe. Siebeneckiger, geschlossener Ölbehäl-ter mit vorgezogenem Schnabel, Einfülloch und Dochtloch. Eingesetzter Bügelmit Spitz- Traghaken. An einem Kettchen war ursprünglich die Dochtnadel befe-stigt.
18./19. Jahrhundert. Erworben in Friesach, Kärnten.h= 34 cm, b= 9 cm, l= 13 cm
Inv.-Nr. 55.535
,, Sizilianische" Grubenlampe(„ Steigerlampe“). Gußeisen und Schmiede-eisen. Linsenförmiger Ölbehälter mit Docht- und Einfülloch. Die Verschraubungder Einfüllöffnung ist in Form eines Hahnes( Sinnbild der Wachsamkeit) ausgeschnittenem Eisenblech gestaltet. Beweglich angenieteter Bügel mit Trag-stange und Spitzhammer.
18./19. Jahrhundert. Erworben in Budapest.
h 65 cm, d= 12,5 cm
Inv.-Nr. 55.537
,, Sizilianische" Grubenlampe(„ Steigerlampe“). Gußeisen und Schmiedeei-sen. Wie oben, Ölbehälter bez.„, C. A. St. Etienne".18./19. Jahrhundert. Erworben in Meran, Südtirol.h= 75 cm, d= 11,5 cm
Inv.-Nr. 55.546
Die Lampen sind derartig konstruiert, daß beim Tragen, beim Anklop-fen des Gesteins oder beim Aufhängen der Lampe der Ölbehälterstets in waagrechter Lage verbleibt.
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,, Bergmannsblende"(„, Freiberger Blende“), Holz und Messing, Glas. Licht-häuschen aus Holz in Form einer Rundbogennische, mit Glaseinsteckscheibe.Das Innere mit Messingblech ausgeschlagen. Auf dem Boden ein kugelförmigesÖllämpchen mit Aufstecktülle( Rohr- Fuß zum Aufstecken auf einen Holzzapfen);daneben eine kleine Tülle zum Einstecken einer Kerze. Die doppelte Rückwanddes Häuschens mit Schlitz versehen, in den die Glasscheibe gleichfalls einge-steckt werden kann. Die innere Rückwand mit zwei großen Rauchlöchern; aufder Außenrückwand ein Messingbügel, zum Tragen der Blende am Gürtel oderan der Brust.
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