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1 (1984) Lampen, Leuchter, Licht : Katalog. [1] / Sonderausstellung aus der Sammlung Ladislaus Benesch im Österreichischen Museum für Volkskunde : Österreichisches Museum für Volkskunde, Schloßmuseum Gobelsburg
Entstehung
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Leuchtspan in das Eisen gesteckt. Um denselben haben die Knechteihre Bänke zurecht gerückt. Der Bauer sitzt noch am Tisch und blättertin der Heiligenlegende oder in einem anderen wohl eingeräuchertenHausschatz; dabei läßt er sich vom kleinen Buben etwa die Schuheauflösen. Die Bäuerin näht an einem kleinen Hemdchen und dasübrige Weibervolk Glossar ::: zum Glossareintrag  Weibervolk sitzt auf der Ofenbank und spinnt. Die Männerbeginnen ihre Holzmesser zu schärfen und der Großknecht bringt vonder Küche gebähte Kienscheiter herein, über welche die Knechtesogleich herfallen, um sie in dünne Leuchtspäne zu zerklieben. Esbeginnt die Spanvesper. Die langen Abende der Winterzeit werdendazu verwendet, um den Vorrath an Kienspänen für das ganze Jahr zuliefern. Und der Spanvorrath muß ein sehr bedeutender sein, denn erist die einzige Leuchte in den Nächten dieser Berge, wöchentlicheinmal nur flackert auf dem Tische eine Kerze- am Sonnabend zumGebet... Am Spanhaken sitzt der Halter und, leuchtet. Der bren-nende Span ist natürlich einer vom vorigen Jahre und es hängt an ihmmanche Bedeutung. Brennt er rauchend oder macht er gar kleinepfeifende, zischende Flämmchen seitwärts und abwärts, so ist eineheimliche Liebschaft im Hause, und wenn sich die Kohle, zwieselt'( spaltet), so kommt gar Jemand in der Nacht und da muß man, willman boshaft sein, den, Zwiesel' geschwind ansalzen, daß dieserJemand sich recht auf dem Rücken kratzen muß.- Der Halter muß dieglühende Kohle des Spanes fleißig, räuspen', aber mit den bloßenFingern der Bauer hält was darauf. Gluth und Glück muß manangreifen lernen."

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Lit.: Peter Rosegger( 1843-1918): Ein Winterabend. In: Das Volksleben in Steiermark inCharakter- und Sittenbildern. Dritte, vermehrte Auflage. Wien. Pest. Leipzig 1885. Seite405 ff.

a) Spanhalter mit einfacher Klemmvorrichtung

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Spanhalter, Schmiedeeisen. Vierkantstab mit Aufstecktülle; oben zu drei verti-kalen, gedrehten Eisenstäben und zu einer horizontalen, festen Klemme ausge-schmiedet.

18. Jahrhundert. Erworben in Haslach, Oberösterreich.h= 20 cm

Inv.-Nr. 55.116

Spanleuchter, Schmiedeeisen. Vier vertikale Eisenstäbe, an einem viergelenki-gem Wandstreckarm mit Einsteckschlaufe. Der dreh- und streckbare Leuchterstand einmal in einer Schmiede in Haslach in Verwendung, er war dort amTürstock, in der Nähe des Ambosses, angebracht.

Erworben in Haslach, Oberösterreich.

|= 135 cm

Inv.-Nr. 55.013

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