Krain auch Teile der Steiermark, Galizien, das Küstenland, Dalmatien,Venetien, Ungarn und Niederösterreich näher kennen. Im Hinblick aufseine Aufsammlungen bilden diese„ Länderkenntnisse", die wir der,, Qualifikationsliste Faszikel 172 Kriegsarchiv Wien" entnommenhaben, einen nicht unwesentlichen Anhaltspunkt. Ein Vergleich mitden Herkunftsorten der einzelnen Objekte erhärtet die Annahme, daßBenesch überall dort, wo er sich als Berufssoldat aufgehalten hat,auch gesammelt hat. Und er wird als Respektsperson, die er ohneZweifel aufgrund seines militärischen Ranges gewesen ist, viel eherZugang gefunden haben als irgend ein anderer zu dieser Zeit. Fürseine Sammeltätigkeit hat er sich zum Ziele gesetzt,„ nur solcheGegenstände in die Sammlung aufzunehmen, welche entweder alsErzeugnisse der Monarchie erscheinen, oder zum mindesten auf demBoden derselben gefunden wurden, also voraussichtlich auch hier inVerwendung gestanden sind"( 10).
Er hat die einzelnen Beleuchtungsgeräte aber nicht gesammelt, umdamit ein Museum zu gründen. Viel wichtiger erschien ihm ihre Reini-gung und Restaurierung, ihre genaue Abbildung in Form von kleinenBleistiftzeichnungen und die Angabe von Informationen, soweit erwelche einholen konnte.
Die Kollektion, die zuletzt auf 1.206 Stück angewachsen war, füllte dieZimmer seiner Wiener Wohnung bis zur Decke; sie war ihm, wie erselber sagte ,,, über den Kopf gewachsen“. Die ersten Gerüchte undBedenken eines Verkaufes wurden laut. Am 21. März 1898 schriebdas Neue Wiener Tagblatt:„ Im Alterthumsvereine hielt am verflosse-nen Freitag Garde- Rittmeister Ladislaus Edler v. Benesch einen Vor-trag über seine Sammlung alterthümlicher Beleuchtungsgeräthe unterVorweisung einer Reihe der hervorragendsten Stücke. Wer Gelegen-heit hatte, die ganze Sammlung zu besichtigen, kann nur wünschen,daß sie unserer österreichischen Heimat, aus der sie stammt, erhaltenbleibe. Mit bewunderungswürdigem Eifer, aber auch mit vielem Glückund Verständniß hat Rittmeister v. Benesch diese Collection zusam-mengetragen, die uns ein ganz neues Gebiet der Volkskundeerschließt..." Und gegen Ende des Artikels lesen wir, daß sichBenesch entschlossen hat,„ die Sammlung wegzugeben. Ihr Preis istkeineswegs hoch, zumal nicht für die in sich geschlossene Sammlung,die gewiß eine der größten Zierden des Museums für österreichischeVolkskunde bilden würde. Leider ist dieser Verein noch nicht in derLage, derartige Erwerbungen aus eigenen Mitteln zu machen. Eskönnte sich daher vorläufig nur darum handeln, daß ein kunstsinniger
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