stand erhoben, und am 1. 11. 1904 ging er über sein Ansuchen alsOberstleutnant in Pension. Er starb am 7. 4. 1922 in Wien, fast unbe-achtet. Die Neue Freie Presse und die Wiener Zeitung( 6-7) brachteneinige Tage später eine kurze Anzeige vom Tod des Oberstleutnanta. D. der Arcierenleibgarde, der„, sowohl als Landschaftsmaler wieauch durch seine kulturhistorisch wertvolle, im Museum für Volks-kunde befindliche Sammlung altertümlicher Beleuchtungsgeräte denweitesten Kunstkreisen bekannt war".
Als Maler und Sammler trat Benesch vorerst vor allem in Krain auf,wohin ihn sein Militärberuf geführt hatte. Hier konnte er die vielfältig-sten Beleuchtungsgeräte erwerben. In der landschaftlichen SchönheitKrains entstanden auch viele seiner Bilder und Illustrationen. EinenTeil davon finden wir im Band Kärnten und Krain des Kronprinzenwer-kes„ Die österreichisch- ungarische Monarchie in Wort und Bild"( 8).Seine große Zuneigung zu dieser Landschaft und seine sammlerischeLeidenschaft schildert er in einem Schreiben an den damaligen Leiterdes Krainer Museums:„, Wie Ihnen bekannt ist, habe ich in Krain nichtnur fleißig gesammelt, sondern auch fleißig gemalt; mein Sammelnentsprang der Feststellung, daß Kunstwerken und Kunstgegenstän-den die Vernichtung droht, und daher wollte ich dies mit allen meinenKräften verhindern, und meine Beschäftigung mit der Malerei ent-sprang der Bewunderung der natürlichen Schönheiten." In Krainmachte er auch die Bekanntschaft mit dem Kustos Karl Deschmann,dessen Nichte er 1880 geheiratet hat. Deschmann hat die malerischenFähigkeiten von Benesch erkannt und ihn zur Mitwirkung an derKarl Deschmann/ Ferdinand Hochstetter- Publikation„ PrähistorischeAnsiedlungen und Begräbnisstätten in Krain", Wien 1879, angehalten.Benesch hat dazu 150 Zeichnungen von archäologischen Fundenangefertigt. Die Auseinandersetzung mit der Archäologie dürfte in ihmnicht nur sammlerische, sondern auch restauratorische Leidenschaf-ten geweckt haben, die er später einmal in einem Referat vor denMitgliedern der Gesellschaft der Freunde für Kunst in Wien sobeschrieben hat:„,... Im Zeitpunkt meines stürmischen Alters warjedes Stück Eisen, jedes zerbrochene Geschirr, jedes aus Holz herge-stellte Stück, jede bemalte Leinwand, für mich von Interesse, denn ichversuchte, aus jedem Stück etwas Bedeutendes herauszuholen. Jedefekter der Gegenstand war, je zerrissener die Zeichnung war, destogrößer war für mich die Anziehungskraft, und die Erhaltung desKunstwerkes meine Devise“( 9).
Durch Kriegsereignisse und Garnisonierung lernte Benesch neben
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