Schönbornpark
Die Stadt Wien erwarb das Schönborn'sche Anwesen in der Laudongassein der Phase der großen Stadterweiterung. Die Vorstädte wurden einge-meindet und es erfolgte eine Einteilung in Stadtbezirke. Die Laudongassewar in der Mitte des 17. Jahrhunderts als Hintere Alstergasse benannt.
Über die altenGartenwegegelangen dieNutzerInnenzum Parktor desGartenpalaisSchönborn
1778 erhielt sie den Namen Herrn- Gasse und lagdamals noch in der Vorstadt Alsergrund. Seit 1862ist sie nach Feldmarschall Gideon Ernst Freiherr vonLaudon benannt und verläuft durch die Josefstadt,den 8. Wiener Gemeindebezirk.
Der Administrationsbericht des damaligen Bür-germeisters Zelinka für das Jahr 1863 betont folgen-de Ziele, nämlich die Verlängerung der Lange Gasseund die Schaffung eines grünen Erholungsraums fürdie BewohnerInnen der Josefstadt. Noch im selbenJahr erfolgte der Durchbruch von der Florianigasse zur neu benanntenLaudongasse. Im Zuge dessen wurde auch ein Schönborn'sches Neben-gebäude, das 1725 erworbene kleine Schloss des kaiserlichen Hofkriegs-zahlmeisters Wisendo von Wisenburg, samt seiner Gartenfläche geschleift.Auf dem gewonnenen Terrain entstanden mehrgeschossige Mietshäuserentlang der Lange Gasse. Das verbleibende Gartengelände mit einerGröße von rund 10.000 Quadratmetern wurde als Schönbornpark für dieAllgemeinheit geöffnet. Der Name erinnert bis heute an den Bauherren desnahen Palais- Friedrich Karl Graf von Schönborn- Buchheim.
Im Zweiten Weltkrieg wurde auf der westlichen Parkseite ein Luft-schutzbunker errichtet, der heute dem Volkskundemuseum als Depot füreinen Teil seiner umfangreichen Sammlungen dient. Der Park wird derzeitauf vielfältige Weise für kulturelle und sportliche Aktivitäten genutzt. Überdie alten Gartenwege gelangen die NutzerInnen zum Parktor des Garten-palais Schönborn. Im Jahr 2014 wurde eine Passage durch das Palaiseröffnet. Über diese gelangen die Gäste kostenlos zu den Öffnungszeitendes Museums auch vom Haupteingang in der Laudongasse in den Schön-bornpark.
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