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Gartenpalais Schönborn, Volkskundemuseum Wien
Entstehung
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Bauherr

Friedrich Karl

Graf von Schönborn- Buchheim

Das deutsche Adelsgeschlecht Schönborn stammt aus dem Westerwaldund seine Stammreihe beginnt bereits im 12. Jahrhundert. FriedrichKarl von Schönborn wurde 1674 in Mainz, im heutigen Rheinland- Pfalzgeboren. Er war eines von vierzehn Kindern des kurmainzischen Staats-ministers Melchior Friedrich Graf von Schönborn und Maria SophiaFreiin von Boyneburg. Friedrich Karl gelangte zu hohen geistlichen

Die Begeisterung

für barockeBaukunst undGartengestaltungverband ihnfreundschaftlichmit Prinz Eugen vonSavoyen

und weltlichen Würden. Er war Reichsvize-kanzler in Wien( 1705-1734) und Fürstbischofvon Bamberg und Würzburg( 1729-1746).

Nachdem Friedrich Karl schon in jun-gen Jahren geistliche Ämter in Würzburgund Bamberg übertragen bekam, studierteer in Würzburg, Mainz, Aschaffenburg undRom Theologie sowie Rechtswissenschaftund betrieb philosophische Studien. Er

begab sich auf die Grand Tour, die standes-gemäße Bildungsreise, in die Niederlande,

nach England und Frankreich und schloss an der Sorbonne in Parisseine Studien ab. Danach kehrte er zu seinem Onkel Lothar Franzvon Schönborn, dem Mainzer Kurfürsten und Fürstbischof vonBamberg, zurück. Friedrich Karl begann seine diplomatische Lauf-bahn und fuhr als kurmainzischer Gesandter 1703/04 nach Wien.

Lothar Franz protegierte seinen Lieblingsneffen Friedrich Karlund vermittelte ihn als Reisebegleiter und Ehrenkavalier an denzukünftigen Kaiser Joseph I. Im Jahr 1705 ernannte dieser ihn zumReichsvizekanzler und Friedrich Karl durfte aufgrund seiner Verdienstedem Familienwappen den Reichsadler und das Wappen des Erzherzog-tums Österreich hinzufügen. Als Lehen erhielt er die zwischen Wienund Preẞburg gelegene Grafschaft Wolfsthal und die Herrschaften

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