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Das Bild, das sich aufgrund der gesammelten und im Museumaufbewahrten Keramik darbietet, ist ebenfalls unvollständig. DerMuseumsgründer Haberlandt selbst hatte um 1905 begonnen,,, Zeugnisse italienischer Volkskultur aufzusammeln. Er hatte einenTeil seiner Kindheit in Görz verbracht, fühlte sich mit Italien verbun-den und hat später mehrfach Forschungsreisen dorthin unternom-men. Das Museum verdankt ihm die Bestände aus Friaul, aus Krainund dem ehemals österreichischen Küstenland, aus Istrien, Grado,Abbazia und der Insel Cherso[ Cres]"( Hempel 1982, S. 8). DieStücke, die Haberlandt, Rubido- Zichy und andere sammelten, wur-den augenscheinlich nach ästhetischen Gesichtspunkten ausge-wählt und für bewahrenswert befunden:„ Schüsseln und Teller. mitbunter Dekoration, auf deren farbige Pracht der Istrianer[ und sichtlichauch die Sammler, A.d.V.] durchwegs Wert legt..., zumeist vonausländischen Fabriken und Werkstätten" finden sich in der Samm-lung des Volkskundemuseums, die einfache, unglasierte Keramikaus istrianischer Erzeugung hingegen nicht. Die oft zitierte„ bunteDekoration"- Stadt- und Burgenbilder, Vögel, Trachten, Monatsalle-gorien, Grotesken wirkte in der Ausstellung wohl„ ,, spektakulärer"als unglasierte Töpfe, die noch dazu durch den direkten Kontakt mitdem Feuer ruẞgeschwärzt waren. Auch in der rekonstruierten bzw.konstruierten ,, istrischen Küche" stehen auf den Tellerborden derHerdmäntel oder auf dem Tellerrehm an der Wand ,,, als Stolz derHausfrauen“, auschließlich sogenannte Krainer Krüge mit dem Dop-peladler- Motiv, Lorettoschalen, Weinkrüge Krüglein mit flachge-drückter Tülle und oft mit einer Schriftwidmung verziert- aus Italien( v.a. Pesaro, Pordenone) oder Slowenien sowie englische Keramik-teller, die im 18. und 19. Jahrhundert als Massenproduktion vonSeeleuten importiert wurden( Haberlandt 1911, S. 20 und 110ff;Starec 1996, S. 83f).
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Von den Seeleuten der Inseln Cherso[ Cres] und Veglia[ Krk] stam-men auch die geschnitzten, durchbrochenen und bemalten Boots-wimpel( ital. cimaroli), die das Schiffsheiligtum darstellten. Von Chiog-gia/ Italien aus verbreiteten sie sich in der nördlichen Adria bis zu denbeiden Kvarner Inseln. In ihrer Ornamentik sind teilweise starkstilisiert Kreuz und Marterwerkzeuge, die Figuren der beidenSchiffspatrone und Stadtheiligen von Chioggia, Felix und Fortunatus,das Radsymbol und die Taube ebenso zu erkennen wie eine mensch-liche Figur. Die Wimpel wurden mit einer Spindel beweglich am Mastangebracht, was sie als Wind- und Wetterfahnen ausweist( Haber-landt o.J., S. 192f). Außerdem dienten sie als Schiffssymbole, an-hand derer die entsprechende Familie, der Hof oder die Ortschaftangezeigt wurde( Gušić 1962, S. 613f). Diese Objekte fasziniertendie österreichischen Ethnographen nicht nur zur Zeit ihrer Sammlung,
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