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Istrien: Sichtweisen : Begleitbuch zur Jahresausstellung 2001 im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee vom 27. Mai bis 14. Oktober 2001 und vom 27. Oktober 2001 bis 27. Jänner 2002 im Österreichischen Museum für Volkskunde, Wien
Entstehung
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Museumküche ,, von italienischem Charakter": ,, Der Herd ist ein nied-riger Aufbau mit mehreren Feuerstellen; darüber hängt der Kamin-mantel( Mantello, Nappa), um den Rauch zum Schornstein zu leiten.Auf dem Herde steht das Kesselgestell aus Schmiedeeisen mitSchwingkesseln; die Eisenkörbe dienen zur Aufnahme von Weinglä-sern oder Flaschen, in welchen man sich das Getränk laulichmacht... Die Formen der Feuerböcke und Bratspiesständer auf demHerde sind die specifisch italienischen". Betrachtet man jedoch ver-gleichend zu dieser Beschreibung das Bild der Wohnküche, mussman feststellen, dass in dieser Aufstellung die verschiedensten Ele-mente vermischt wurden: die als niedriger Aufbau bezeichneteFeuerstelle ist eigentlich sehr hoch( ca. 70 cm) und entspricht damiteher dem kleinstädtischen, italienischen Typus- der darauf abge-stellte Feuerhund hingegen ist viel zu groß und würde zu einerniedrigen, ländlichen Feuerstelle gehören. Die rund um den Herdangeordneten Schemel sind ebenfalls, bunt gemischt"- vom ein-fachsten ländlichen Modell bis zur reich verzierten Herdbank mitkleiner Schublade aus einem wohlhabenden städtischen Haushalt istalles anzutreffen( Schmidt 1960, S. 116). So wenig sorgfältig dieEinrichtung der Küche auch vorgenommen wurde, die offene Feuer-stelle der Istrianer wurde zu einem Topos, der in Publikationen undIllustrationen immer wieder auftaucht die Feuerstelle wurde zumSynonym für die ganze( Wohn-) Küche, die Küche für das ganzeLand, für alle sprachlichen wie sozialen Gruppen gleichermaßen.

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,, Istrianischer Herd". Photothek Österreichisches Museum für Volkskunde,

Pos. Nr. 1153

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