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Istrien: Sichtweisen : Begleitbuch zur Jahresausstellung 2001 im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee vom 27. Mai bis 14. Oktober 2001 und vom 27. Oktober 2001 bis 27. Jänner 2002 im Österreichischen Museum für Volkskunde, Wien
Entstehung
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14. Oktober eine Fusspartie auf den Monte Maggiore statt. Bei die-sem schönen Wetter dürfte dieses eine herrliche Partie werden.Marschdauer hin und zurück 4 1/2 Stunden bis zum Schutzhause, vonda an auf den Gipfel und zurück 2 Stunden. Rendevouz Café Bristol7 Uhr früh. Naturfreunde werden zur Beteiligung freundlichst einge-laden. Siebenschläfer kommen später nach eventuell per Wagen."( Kurzeitung 13.10.1906, S. 4) Der Monte Maggiore ist mit 1396 m derhöchste Berg Istriens, der sich hinter der österreichischen Rivieraerhebt- und wurde dementsprechend vermarktet". Bereits in derzweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Berg Ziel von botanisch,geografisch und bergsteigerisch Interessierten, die auf den Spurendes 1778 diesen Berg erklimmenden Ethnographen Belsazar Haquet,, wandelten"( Radics 1887, S. 127f). 1869 schilderte J. Trinker seinenAusflug auf den Fürsten der istrianischen Berge, bei dem er bota-nische und geologische Betrachtungen sowie, barometrische Hö-henmessungen" vornahm( Trinker 1869). Seine Route zum Vorbildnehmend erstieg Carl Freiherr von Czoernig den Monte Maggiore,wobei er nicht nur botanische Betrachtungen anstellte, sondern auchdas Kohlebergwerk Carpano[ Krapan] sowie archäologische Fundeim Gebiet von Albona[ Labin] näher beschrieb( Czoernig 1873). BeideBergsteiger wunderte sich ob der abwechslungsreichen Flora und vorallem der wundervollen Aussicht vom Gipfel des Berges,[...] dassIstrien nicht schon längst von Touristen zum Ziele ihrer Wanderungenauserwählt wurde"( Trinker 1869, S. 33). Schließlich kann man amGipfel, in einer Höhe von knapp 1400 m, ein herrliches Panoramavon den Alpen über den Quanero mit seinen zahlreichen Inseln, überganz Istrien bis nach Venedig genießen- ein Panorama ,,, das einmalgesehen, unvergesslich für alle Lebenstage bleibt"( Kurzeitung7.8.1909, S. 2). Die Vermarktung" dieses Berges übernahmschließlich nachdem, die Section, Liburnia' des Deutschen undÖsterreichischen Alpen- Verein[...] sich der dankbaren Mühe unter-zogen[ hatte], den gewaltigen Monte Maggiore[...] für Touristenzugänglich zu machen"( Achtschin 1895, S. 173)- die Kur- undBadezeitung der österreichischen Riviera", wo man selbst den Ver-gleich mit den ,, Wiener Hausbergen" nicht scheute:, In der Höhenlagegleicht der Monte Maggiore der Raxalpe und dem Schneeberg, dadie Erhebung vom Meere zum Maggiore- Gipfel beinahe die gleicheist, als diejenige vom Reichenauer Tal zu den Gipfeln der genanntenBerge. Aber welch' bedeutend grossartigere Aussicht bietet sich vomMonte Maggiore: hunderte Gipfel erblickt man hier, bekannte Grö-ssen und dann das Meer, unvergleich erhaben und schön."( ebd.,S. 1) Wer die Aussicht ohne große körperliche Anstrengung ge-nießen wollte, konnte eine herrliche Fahrt[ mit dem Auto] mit einergrandiosen Aussicht in 30 bis 40 Minuten" dem Fußmarsch vorzie-

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