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Galizien : ethnographische Erkundung bei den Bojken und Huzulen in den Karpaten ; Begleitbuch zur Jahresausstellung '98 im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee vom 6. Juni bis 2. November 1998
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Abb. 26

Souvenirmarkt in Jaremče

geht kaum über 10 Morgen hinaus. Zwei Schweine, ein bis zwei Kühe,vielleicht ein paar Schafe und eine Handvoll Hühner bilden denViehbestand. Pferde sind selten, weil ihre Haltung zu teuer ist. Dieberühmten Huzulen- Pferde, kleine, zähe, trittsichere Tiere, sind eher aufAuktionen in Kanada als vor Ort zu sehen.

Am berühmtesten sind die Huzulen aber wegen ihrer Volkskunst.Holz, Wolle und Leinen sind die wesentlichen Stoffe, aus denen uner-schöpflich vielfältige, aber immer als huzulisch kenntliche Gebrauchs-kunstwerke hergestellt werden.

Jedes huzulische Mädchen lernt sticken. Eine möglichst große Anzahlkunstvoll bestickter Polster ist bis heute ein Beweis großer hausfraulicherFähigkeiten. Ebenso gehört das Bemalen von Ostereiern, die dann alsPysanki verschenkt oder verkauft werden, zu den Grundfertigkeiteneiner jeden Huzulin.

In vielen Häusern steht unter dem Dach ein Webstuhl; die Wolle kommtoft von den eigenen Schafen, die leuchtenden Farben der Kilims sind

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