Die Kleidung der Huzulen
Besonders die Herstellung der Kleidung war fester Bestandteil derHausarbeit, einfache Webstühle gab es in fast jedem Haushalt. Leinenfür die Leibwäsche sowie die weibliche und männliche Oberbekleidungwurde aus Flachs- und Hanffasern gewebt. Die aus der Schafwollegesponnene Wolle färbte man ursprünglich mit Naturfarben, die jedochmit dem Aufkommen chemischer Farbstoffe an Bedeutung verloren. Einspezielles Produkt aus der gefärbten Schafwolle waren die Kilimi, großeschwere Teppiche bzw. Decken. Sie dienten und dienen auch heute alsBettbedeckung, Stubendekoration oder Kirchenschmuck. Zur Zeit derethnologischen Sammelreisen war ein Kilim wertvoller Familienbesitz,der kaum verkauft wurde. Das erklärt auch das Fehlen eines solchenTeppichs in der Sammlung des„ Österreichischen Museums fürVolkskunde". Die Kleidung der Huzulen war dem Gebirgsklima ange-paẞt. Sie trugen ein langes Hemd aus grobem Leinen, das an Kragen,Brustschlitz, Schultern und Bündchen bestickt war. Die Frauen trugendazu Röcke und Schürzen und banden das Hemd mit einem gewebtenGürtel zusammen. Bei den Männer wurde es durch einen breitenLedergürtel gehalten, in dem Pistole, Messer, Pfeife und Tabakbeutelhingen. Im Sommer trugen sie lange Hosen aus weißem Leinen, imWinter aus rotem oder schwarzem Filzstoff. Das wichtigste
Abb. 13
Huzulische Handwerkskunst
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