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Probleme der Gegenwartsvolkskunde : Referate der Österreichischen Volkskundetagung 1983 in Mattersburg
(Burgenland)
Entstehung
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drücken ergaben, eine andere Bedeutung.

75% der begangenen Wohnungen entsprechen einer Substandard-Zimmer- Küche- Wohnung, in der Rentnerehepaare, Alleinstehendeoder Verwitwete bzw. Familien( häufig unvollständig), zum überwie-genden Teil mit unregelmäßigem Einkommen, leben( Abb. 4). Die rest-lichen Wohnungen sind entsprechend adaptiert oder ausgebaut; bewohntwerden diese von kleinen Angestellten und Selbständigen.

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Der zentrale Wohnraum und eigentliche Aufenthaltsraum ist dieKüche. Hier wird gearbeitet, gehandarbeitet, in nachbarschaftlichenRunden Karten gespielt, hier spielen die Kinder, hier wird geges-sen, hier wird gewohnt, hier läßt sich Besuch nieder. Im Sommerverlagern sich viele Funktionen dieses Raumes nach außen, in dieVeranda bzw. Laube oder in den Vorgarten. Die Einrichtung derKüche entspricht der durch die Jahrzehnte unveränderten Funktiondieses Raumes: eine Ecksitzbank mit einem geräumigen Tischund schmucklosen Küchensesseln, eine Kredenz und ein" Kastl"ein Möbelstück, dem man eine kultische Bedeutung mit der An-häufung von" heiligen Dingen"( Heiligenfiguren, Familienfotos,Kerzen, diverse Nippes) verleiht. Moderne Küchenverbauungen nachdem Muster der Amerikanischen bzw. Frankfurter Küche tretennur selten auf, selbst der Elektroherd ist nicht selbstverständlich,ebenso wie der Kühlschrank oder diverse technische Küchenge-räte und Maschinen; dagegen finden sich hier noch das vorkriegs-zeitliche" Wasserbankl" und die Kohlenkiste. Das" Zimmer" da-gegen ist Schlafraum und Festraum für Weihnachten. Das Mobiliarstammt überwiegend noch aus der Vorkriegszeit, meist erworbenbei der Hochzeit und nach und nach mit einzelnen gebrauchtenStücken erweitert.

Zwei Zentralbereiche kennzeichnen das Wohnen hier: Der Eßplatzund der Schlafplatz, wobei letzterer bei unteren Sozialangehörigen

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