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Probleme der Gegenwartsvolkskunde : Referate der Österreichischen Volkskundetagung 1983 in Mattersburg
(Burgenland)
Entstehung
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seiner landwirtschaftlichen Schulbildung ein gewisses Mitspracherechterworben hat. Die Frau ist somit in allen nicht unmittelbar denHaushalt betreffenden Bereichen dem Mann untergeordnet.

Das starre Rollenbild ist übrigens auch noch in der festen Sitzord-nung beim Essen ablesbar: Auf der Eckbank sitzen der Bauer undsein Sohn, auf den beiden Sesseln die Altbäuerin und die Bäuerin.Die Arbeit im Haushalt ist für die Frauen wenigstens insofern er-leichtert, als seit 1963 ein neues Wohnhaus mit den entsprechen-den Haushaltsgeräten zur Verfügung steht.

Stellt man sich einen 11stündigen Arbeitstag vor, ist sehr leicht zuermessen, daß für Freizeit nicht mehr viel übrig bleibt. Bei derAuseinandersetzung mit dem Freizeitverhalten einer Bergbauernfami-lie stößt man zunächst wieder auf das Problem der Definition bzw.des Blickwinkels, von dem aus an den Begriff Freizeit herangegan-gen wird. Das städtische Freizeitbewußtsein ist auf jenes im länd-lichen Bereich nicht voll übertragbar. Am Beispiel der hier be-schriebenen Familie sehen die Mitglieder als Freizeitbeschäftigungetwa die Durchführung anfallender Reparaturen im Haus oder et-waige Näharbeiten an. Will man einen praktikablen Freizeitbegriffzur Anwendung bringen, so kann nur jener Zeitraum herangezogenwerden, in dem keine notwendigen Arbeiten geleistet wer-

den. Und hier bleibt nur ein sehr geringer Spielraum. An den üb-lichen Werktagen wären dies, neben den eigentlichen Essenszeiten,lediglich die Pause des Mannes nach dem Mittagessen und für Frauund Mann die Zeit nach dem Abendbrot. An Sonn- und Feiertagenerweitert sich die Freizeit, nicht zuletzt auch, da jenes Familien-mitglied, das in die Kirche geht, zusätzlich von der Stallarbeit be-freit ist.

Die knappe Freizeit

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hier müßte man den Begriff wirklich beinahe

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